WITTELSHOFEN (hjp) – Der Breitbandausbau in der Gemeinde Wittelshofen war Schwerpunktthema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Daneben galt es aber auch kleinere Themen abzuhandeln.
So engagieren sich Bewohner des Ortsteils Untermichelbach stark für eine Verschönerung ihres Friedhofs. Gemeinsam mit Gemeinderätin Kristina Schürrle sind dort bereits konkrete Vorstellungen entworfen worden. So ist vorgesehen, im hinteren Bereich vom Bauhof einen neuen Gehweg anzulegen, die Urnengräber neu und übersichtlicher anzuordnen und einige optische Verschönerungen, darunter auch eine Bank, zu verwirklichen. Dazu zählt auch, dass einige Wege zwischen den Gräbern, die einen schlechten Untergrund aufweisen, mit einem Rollrasen zu versehen. Die Arbeiten würden in einer Bürgeraktion verlegt, legte Schürrle dar, wenn die Gemeinde die Anschaffungskosten übernähme. Für 150 Quadratmeter Rollrasen wären dies Ausgaben von knapp 800 Euro. Bürgermeister Werner Leibrich und das Gremium stimmten dem zu und lobten das Engagement der Einwohner. Die Anfrage eines Bauunternehmens aus einem Nachbarlandkreis nach einer geeigneten Fläche zum Bauschutt-Recycling wurde negativ beschieden, da solch eine Fläche in der Gemeinde nicht vorhanden sei, hieß es. An den Kosten für den Druck des neuen Flyers zum geologischen Lehrpfad am Hesselberg wird sich die Gemeinde anteilig mit einem unteren dreistelligen Betrag beteiligen. Von einem Bürger aus Untermichelbach lag ein Antrag auf Reinigung des Sandgrubenweihers vor. Der Antragsteller betreibt eine Fischzucht und erfüllt die vorgeschriebenen Anforderungen, um eine finanzielle Förderung dafür zu bekommen. Der Bürgermeister will zunächst einige Kostenangebote einholen, um das weitere Vorgehen in einer späteren Sitzung abzustimmen.
Zum Thema Breitband gab Bernhard Gentner vom beauftragten Ingenieurbüro einen Zustandsbericht ab. Danach ist der Hauptort Wittelshofen auf dem Stand der Technik. Die Ortsteile Grüb, Dühren, Untermichelbach und Gelshofen sind derzeit im Ausbau. „Sorgenkinder“ sind die Ortsteile Illenschwang und Obermichelbach, die aufgrund ihrer größeren Entfernung seit Jahren von einem Richtfunkbetreiber versorgt werden. Diese Versorgung zeigt sich jedoch mehr als mangelhaft, der Betreiber besteht jedoch auf dem Vertrag und zeigt auch wenig Kommunikationsbereitschaft. Möglicherweise muss hier ein Gerichtsverfahren Klarheit bringen, hieß es. Für diese beiden Gemeinden wurde in einem zweiten Verfahren ein eigener Masterplan vom Ingenieurbüro erstellt. Gentner erläuterte dazu die vorgesehenen Maßnahmen. Das komplette Förderverfahren soll umgehend nochmals mit der Regierung von Mittelfranken besprochen werden, zumal der Zeitrahmen für die Förderung knapp wird. Auf der nächsten Sitzung soll das Thema anhand der neuen Erkenntnisse weiter behandelt werden, sah der Gemeinderat vor.

Foto: Der Friedhof in Untermichelbach soll verschönert werden

friedhof untermichelbach th


(Jochen Prüfer)