WITTELSHOFEN (hjp) – Wieder beschäftigte den Gemeinderat aus Wittelshofen das Thema Schule. Nachdem in der Gemeinde der Mittelschulstandort aufgegeben werden musste, gehen in der Gemeinde anscheinend Befürchtungen um, dass auch die Grundschule gefährdet sei.
Dem ist aber absolut nicht so, wie außer dem Bürgermeister Werner Leibrich und dessen Ratskollegen auch vom Elternbeiratsvorsitzenden ausdrücklich betont wurde. Allerdings weise der verbliebene Grundschulverband Hesselberg-Süd mit der Gemeinde Gerolfingen verwaltungsmäßige Schwächen auf, die es zu beheben gelte. So ist kein eigener Rektor mehr vorhanden, sondern es erfolgt eine Mitverwaltung durch die Schulleiterin aus Ehingen, die nicht befriedigen kann, weil es eine Überbelastung für sie darstellt. Es gibt kein Schulsekretariat, Anrufe der Eltern landen auf einem Anrufbeantworter. Morgens stehen die Kinder aus dem Schulbus häufig vor verschlossenen Türen, weil um diese Zeit -dreißig bis fünfundvierzig Minuten vor Schulbeginn- noch kein Verantwortlicher da ist, um die Eingangstür zu öffnen. Auch das Lehrpersonal in Wittelshofen muss durch diese Situation ständig zu Kompromissen greifen, was auch nicht gerade förderlich ist. Diese Situation war dem Gemeinderat zwar bewusst, aber nicht in dieser Deutlichkeit. Es entstand im Gremium eine lange und hitzige Diskussion, wie dieser Zustand zu ändern sei. Vom Bürgermeister kamen dazu zahlreiche Ausführungen. Eine erfolgreiche Variante wäre ein Schulverbund mit Ehingen und Weiltingen, die aufgrund der Schülerzahl von mehr als 180 Schülern einen hauptamtlichen Rektor und einen Konrektor vorsähe. Davon ist anscheinend der Gemeinderat von Weiltingen nicht so begeistert, die ihre eigene Schule für sich behalten wollen und nicht für weitere Grundschulen aufkommen wollen. Hier kam der Vorschlag aus den Reihen der Gemeinderäte, dass sich alle drei Gemeinden an einen Tisch setzen sollten, um nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. Zuerst müssten die Gemeinden sich einig sein, damit das Schulamt eine tragbare Lösung findet. Auch wenn der Schulstandort Wittelshofen nicht gefährdet ist, seien die Probleme so vielschichtig, dass dringend nach einer Lösung gesucht werden müsse, war sich der Gemeinderat einig.
Weiteres Thema war die bestehende Gebäudeversicherung der Schule, die neben einer Inhaltsversicherung besteht. Sie wurde für einen Notfall als nicht ausreichend empfunden und ein entsprechendes Angebot zur Erweiterung eingeholt. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile wurde einstimmig beschlossen, die Gebäudeversicherung um die Schadensfälle Sturm, Hagel und Leitungswasser zu erweitern, was eine gute Verdoppelung des bisherigen Beitrags auf 3374 Euro für beide Versicherungszweige bedeutet. Positiv abgehandelt wurden einige Grundstücksangelegenheiten von Einwohnern, und zur Kenntnis genommen wurde ein Konzept zu Mulcharbeiten in der gesamten Gemeinde, das vom Ratsmitglied Karlheinz Müller vorgestellt wurde. Der Schwerpunkt lag hierbei auf den Ortsteilen Grüb und Dühren und betraf insbesondere die untergeordneten Straßen und Wege. Zur Bauausschusssitzung Ende April gab der Rathauschef einige Erläuterungen. Hier wurde auf Wünsche und Anregungen von Mitbürgern eingegangen und über Lösungsmöglichkeiten beraten. So wurde der Zustand einiger Straßen bemängelt, es gilt die Tore an der Schulturnhalle auszuwechseln und einen Aufprallschutz an den Innwänden der Halle anzubringen. Errichtet wurde inzwischen ein Ballfangzaun auf dem Sportplatz. Abschließend äußerte sich der Bürgermeister zur vorgesehenen Sanierung des Kirchenumgriffs in Dühren. Eine Kostenschätzung durch den Kreisbauhof veranschlagte dafür Kosten zwischen 25 000 und 30 000 Euro. Hier will das Ratsgremium noch über das zu verwendende Baumaterial, den Umfang der Sanierungsarbeiten und die Kostenverteilung nachdenken, hieß es.

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Die Grundschule In Wittelshofen beschäftigte wieder den Gemeinderat

Schule 05 09 17 

(Jochen Prüfer)