WITTELSHOFEN (hjp) – Das Projekt „Erlebnis Hesselberg“ sorgte auf der Gemeinderatssitzung von Wittelshofen für intensiven Diskussionsbedarf. Zur Umsetzung mit Fördermitteln ist ein Gesamtkonzept der beteiligten Kommunen notwendig.
Dieses Konzept muss in zwei Schritten erfolgen. Der erste Schritt bedingt einen zweitägigen Workshop, geleitet durch ein geeignetes Fachbüro, zur Ausarbeitung
des Ausschreibungstextes für das Gesamtkonzept. Die überschlägigen Kosten dafür belaufen sich auf zirka 30 000 Euro. Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Erstellung des Gesamtkonzeptes mit Kosten von rund 40 000 Euro. Die in Aussicht gestellten Städtebau-Fördermittel liegen bei sechzig Prozent der Gesamtkosten, der Gemeindeanteil von vierzig Prozent muss von den beteiligten Kommunen erbracht werden. Die lange und lebhafte Diskussion des Gremiums zeigte eine grundsätzlich positive Einstellung des Gemeinderats zu diesem Projekt, jedoch wünsche man nur einzelne Maßnahmen, die einen sanften Tourismus fördern. Die von der Regierung vorgeschlagene Vorgehensweise sei zu unpräzise und enthalte keine klaren und detaillierten Zielsetzungen. Deshalb wurde Bürgermeister Werner Leibrich beauftragt, sich mit der Stadt Wassertrüdingen als Trägerkommune in Verbindung zu setzen, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen.
In Obermichelbach soll im Selliholz eine Fläche von 0,23 Hektar klimatolerant wieder aufgeforstet werden. Die vorgesehenen 725 Pflanzen bestehen aus Schwarz- und Roterle, Bergahorn, Rotbuche und Weißtanne. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag zu bei einem Kostenaufwand von 3000 Euro, der zur Hälfte durch Fördermittel gedeckt wird. Einig war sich der Rat auch bei den Gebührenfestsetzungen für das kommende Haushaltsjahr. Bis auf die Deponiegebühren bleiben alle anderen gemeindlichen Gebühren unverändert. Die Deponiegebühren erfuhren eine spürbare Erhöhung. Einstimmigkeit herrschte auch beim Zuschussantrag der katholischen Kirchengemeinde für deren Renovierungsarbeiten am Kirchengebäude. Der zehnprozentige Zuschuss der Gemeinde beträgt 7000 Euro. In Sachen der verbliebenen Grundschule in Wittelshofen stellte der Rathauschef dem Gemeinderat den geplanten Grundschulverbund mit den benachbarten Gemeinden Ehingen und Weiltingen als optimale Lösung vor. Dieser Verbund ermögliche die Verwaltung mit Rektor und Konrektor und entlaste damit die Lehrerschaft. Alle drei Gemeinden profitieren davon gleichermaßen durch die Stärkung ihrer jeweiligen Schulstandorte. Dem wurde einstimmig zugestimmt. Genehmigt wurde auch ein Bauantrag aus Obermichelbach zum Um- und Ausbau eines Wohnhauses. Keine Einwände gab es auch zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans der Stadt Dinkelsbühl, da Wittelshofen hiervon nicht betroffen sei.


Foto: Der Hesselberg soll dem „sanften“ Tourismus dienen

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(Jochen Prüfer)