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LBV

Tagebuch 2004 Seite 2

 

26.06.04
Endlich...
Nach langer Wartezeit die ersten Bilder der schon sehr gewachsenen Jungstörche. Schlechtes Wetter wie Regen oder Sturm zwangen die Jungstörche sich auf den Nestgrund zu verkriechen. Die heutige Wetterlage lässt es zu, dass die Jungen sehr gut zu sehen sind. Der älteste Jungvogel stärkt fleißig die Flugmuskulatur um für den ersten Flug gerüstet zu sein. Für die Jungen wird das die größte Mutprobe ihres Lebens werden. Die ersten Flugversuche beginnen nach ca. 8 Wochen. Bis dahin ist es aber noch ein wenig Zeit.

Die Jungstörche werden seit einigen Tagen allein im Nest zurückgelassen, da beide Storcheneltern ausreichend Nahrung für die nimmersatten Nachkömmlinge heranschaffen müssen. Aufgeregt werden die Alttiere von der hungrigen Meute angebettelt. Der Futterüberbringer hat kaum Zeit das Futter aus dem Kehlsack herauszuwürgen so gierig wird das Herausgespieene auch gleich vom Schnellsten verschlungen.
Die nächsten Tagen werden noch interessant und spannend.

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13.07.04
Die Jungstörche werden langsam ungeduldig. Die Trockenübungen sollten doch so langsam von der Theorie in die Praxis übergehen. Die Sonne kommt auch noch nicht so richtig aus den Wolken heraus und der Regen nervt doch sehr. Die Altvögel füttern ihre Jungen fleißig geben aber noch kein Startzeichen zum Erstflug. So bleibt den Jungen, die kaum mehr von ihren Eltern zu unterscheiden sind, nur Übungen zur Stärkung der Muskulatur.

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18.07.04
Unwetter in Wittelshofen.
Gegen 18:10 Uhr zogen von Westen dunkle Regenwolken mit Blitzen und Gewitter auf.
Ich nahm mein Fernglas um nach den Jungstörchen zu sehen. Der älteste Jungstorch machte noch einpaar Kräftigungsübungen und flog, unterstützt vom kräftigen Wind, über das Nest in die Höhe. Als der Wind stärker wurde, legten sich alle Jungstörche instinktiv auf den Nestboden. Kaum getan, schleuderte eine Windhose das von den Altstörchen in mühevoller Arbeit neu angebaute Nest mit den drei Jungstörchen vom Kamin. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Die drei Jungen breiteten ihre Flügel aus und flogen mehr oder weniger hinter das Rathaus.
Ich verständigte sofort Thomas Ziegler der sein Kommen sofort zusagte. Ernst Zimmerer rief mich auch sofort an und wir trafen uns am Rathaus um nach den Abgestürzten zu sehen.
Nach dem ersten Hinsehen, konnten wir keine Verletzungen feststellen. Thomas Ziegler kam kurze Zeit später und begutachtete die Jungen. Er stellte auch keine Verletzungen fest und wir konnten aufatmen. Von den Altvögel war noch nichts zu sehen. Als der Regen langsam schwächer wurde, trieben wir die Jungen langsam auf ein Feld hinter der ehemaligen Molkerei. Der älteste Jungstorch wollte den Weg nicht zu Fuß gehen, er wollte unbedingt denselbigen Fliegen. Er landete auf der nahegelegenen Pferdekoppel und machte die erste Bekanntschaft mit den Pferden, die ihn später auch wieder davonjagten. Der mittlere der Jungstörche machte einpaar Flugversuche und bei diesen blieb es auch. Der Kleinste versuchte es nicht einmal. Eine körperliche Untersuchung des Kleinsten durch Thomas Ziegler und Ernst Zimmerer zeigte keinerlei Verletzung auf.
Gegen 19:50 Uhr kamen beide Altvögel und flogen auf ihr Nest. Lautes Geklapper sollte den Jungen  vermutlich signalisieren " Wir sind da". Um 20:00 Uhr flog einer der Altstörche zu den zwei zusammenstehenden Jungvögel und begann auf dem Boden herumzustochern.
Nach einer Weile flog er wieder zum Nest zurück. Der größte der Jungen flog in Richtung Nest auf den Kamin zu und landete auf dem Dach der Molkerei. Beide Altvögel klapperten um das Junge auf das Nest zu locken,  aber dies wird noch eine Weile dauern. Die jüngeren Geschwister blieben auf der Wiese neben der alten Molkerei und werden auch die Nacht dort verbringen. Jetzt können wir nur hoffen, dass beide Jungen die Nacht gut überstehen. Der einzige der ihnen gefährlich werde könnte, ist der Fuchs oder leider der Verkehr.

Weitere Beobachtungen oder Hinweise bitte unter Telefonnummer: 09854-976297

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19.07.04
Der Tag danach...
Alle drei Jungstörche haben die Nacht gut überstanden. Die Belegung der Plätze, was Standort betrifft, hatte sich bis in die Mittagstunden nichts geändert. Zwei der Jungen bewegten sich noch immer auf dem Feld gegenüber der Schule und das Dach des Rathauses wurde weiterhin durch den Dritten besetzt. Beide Altvögel statteten den beiden Jungen auf dem Feld einen Besuch ab. Ob diese gefüttert wurden konnte nicht festgestellt werden. In den Nachmittagsstunden kam Bewegung auf. Einer der beiden Jungvögel breitete seine Flügel aus und flog schnurstracks auf den Kamin zu und landete dort, als ob es eine ganz normale Sache für ihn wäre. Ich war sehr erstaunt. Der Jungstorch auf dem Dach der alten Molkerei hatte bisher seinen Platz nicht verlassen. Das heißt, er hatte den ganzen Tag keine Nahrung zu sich genommen. Ob und wie viel die anderen beiden Jungen Nahrung zu sich genommen hatten, konnte nicht beobachtet werden. Am Ende des Tages sieht es folgendermaßen aus, ein Jungstorch steht auf dem Nest, dass die Alten bei Beginn der Dämmerung aufsuchten. Der Zweite steht auf den Dach des Rathauses und der Dritte und kleinste Jungstorch steht auf dem Feld gegenüber der Schule.
Nach Auskunft Thomas Ziegler ist alles in Ordnung. Wollen wir es hoffen.

An dieser Stelle "Vielen Dank"  Thomas Ziegler für die schnelle Hilfe.

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20.07.04
Geschafft, der Jungstorch auf dem Dach hat es heute tatsächlich geschafft auf sein Nest zurückzukehren. Der Kleinste und Sorgenkind, will einfach nicht Fliegen. Das Langbein geht auf dem Feld auf und ab, bekommt ab und zu Besuch von einem der Altstörche, das war's. Kein einziger Versuch des Flügelausbreitens wurde beobachtet. Die zurückgekehrten Nestlinge fühlen sich sehr geborgen und machen auch keinen weiteren Versuch das sichere (?)
Nest zu verlassen. Die Altvögel fliegen das Nest  und das Feld an um die Jungen (hoffentlich) zu versorgen. Gegen Abend, nach dem großen Regen, ergab sich folgendes Bild: Die beiden Nesthocker wurden von einem Altstorch, vermutlich Vater, behütet. Dieser ließ sich auf dem Trafohäuschen nieder um sein Gefieder zu reinigen und zu trocknen. Der zweite Altstorch leistete dem Jüngsten Gesellschaft auf dem Felde. Der Wunsch, das auch das jüngste Storchenkind das Fliegen lernt und eine sichere erhöhte Bleibe erreichen kann, sollte doch in den nächsten Tagen erfüllt werden.

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Leni liegt fest auf dem Nest und brütet hoffentlich!