WITTELSHOFEN (wo) – Die letzte Gemeinderatssitzung in der am 30. April 2020 zu Ende gegangenen Legislaturperiode fand wegen den vorgegebenen Abstandsregelungen in der Schulturnhalle statt. Der wieder gewählte Bürgermeister Werner Leibrich gab zu Beginn einen Überblick über das die Arbeitsabläufe der Gemeindeverwaltung seit Beginn der Coronakrise. Demnach wurden trotz Einschränkungen des Dienstbetriebs dringliche Bürgerangelegenheiten bearbeitet. Ebenso sind geplante Vorhaben wie die weiteren Erschließungsmaßnahmen des Baugebiets in Obermichelbach oder des Dorfplatzes Wittelshofen angelaufen. Überdies seien Submissionstermine und die Beweissicherung zur Substanz der zur Sanierung anstehenden Ortsstraßen erfolgt. Es habe wöchentliche Telefonkonferenzen unter Einbindung aller Kommunen mit dem Landratsamt gegeben und die Wertstoffhöfe sind ab sofort geöffnet. Den Haushaltsplan 2020 erläuterte Jennifer Herrmann von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hesselberg. Das Budget 2019 wurde mit einem Sollüberschuss von 2,9 Millionen Euro abgeschlossen. Dieser Betrag ist auf nicht durchgeführte Investitionen zurückzuführen. Bei den kostenrechnenden Einrichtungen Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung ergaben sich zum Jahresende geringe Fehlbeträge, die aber dem Rücklagenkonto entnommen und dem Vermögenshaushalt zugeführt wurden. Die Gemeinde an Sulzach und Wörnitz war zu Jahresbeginn schuldenfrei und es besteht keine Pro-kopf-Verschuldung. Der Etat 2020 schließt im Verwaltungshaushalt mit 2,4 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 3,9 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt beinhaltet die Ausgaben für Löhne und Gehälter, laufende Aufwendungen beziehungsweise notwendige Ersatzbeschaffungen für gemeindliche Einrichtungen und Geräte sowie die zu zahlenden Umlagen an Schul- und Zweckverbände, Landkreis und Verwaltungsgemeinschaft. Im Einnahmeteil werden die gemeindlichen Steuern sowie die Einkommensteueranteile und die Schlüsselzuweisungen ausgewiesen. Beim Vermögenshaushalt stehen die Ansätze für vorgesehene Investierungen. Dabei dominieren im laufenden Jahr die Straßeninstandsetzungen und -Erschließungen mit 558000 Euro. Für die Abwasserbeseitigung, mit Errichtung der Druckleitung Illenschwang, Kanalverbesserungen in der Gesamtgemeinde als auch Kanalerschließungen, sind Kosten mit über zwei Millionen Euro veranschlagt, die sich um den zugesagten Zuschuss von 400000 Euro verringern. Für die Dorferneuerungsverfahren Wittelshofen und Illenschwang stehen zusammen 350000 Euro in den Ansätzen, sie reduzieren sich um die Fördergelder in Höhe von 31000 Euro. Im Finanzplan für die Jahre 2021 bis 2023 überwiegen ebenfalls Ausgaben für Instandsetzungs-, Erschließungs- und Dorferneuerungsmaßnahmen.  Der Haushalts- und Finanzplan wurde einstimmig beschlossen. Abgesegnet wurden vom Gremium ein Bauantrag zur Errichtung einer Terrassenüberdachung mit Seitenwand und die Beschaffung von weiteren vier Straßenleuchten. Ebenso zugestimmt wurde einer zusätzlichen Kanaluntersuchung im Bereich Wörnitzstraße und Sulzachweg wegen des immer noch bestehenden Wasserrückstaus. Von Gemeinderat und zweitem Bürgermeister Günter Harich kam die Anregung, die Planungen für die Dorferneuerung Illenschwang zu forcieren, um von den noch bestehenden aktuellen Fördermöglichkeiten partizipieren zu können. Bürgermeister Leibrich dankte abschließend allen ausscheidenden Ratsmitgliedern und führte an, man werde so bald es die Corona-Pandemie zulasse, eine entsprechende Verabschiedung vornehmen.

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Im Tagungslokal „Schulturnhalle“ konnte der verordneten Abstandsregelung entsprochen werden

Für die Sanierung der Straßenzüge Schmalzgasse, Schlossstraße und Postweg sind rund 370000 Euro veranschlagt.

 

Walter Oberhäußer (wo)