WITTELSHOFEN (wa) – Zur Gemeinderatssitzung konnte Bürgermeister Werner Leibrich eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Illenschwang mit ihrem Kommandanten Thomas Reichert an der Spitze begrüßen. Mit ihrer Anwesenheit unterstrichen die Männer und Frauen der Nachbarwehr, dass sie hinter den auf der Tagesordnung stehenden Anschaffungen stehen. So ging es um die Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges für das in die Jahre gekommene Fahrzeug TSF VW Bulli aus dem 1983, einer dazugehörigen ergänzenden Feuerwehrtechnischen Beladung und um einen entsprechenden Anhänger für Gerät und Zubehör. In einer detaillierten nachvollziehbaren Präsentation stellte Thomas Reichert den Ratsmitgliedern die gesetzeskonforme Ausschreibung vor. Während es zum Fahrzeug selbst sowie dem Aufbau und der Beladung wenige Fragen gab, die Kommandant Reichert auch gleich zufriedenstellend beantworten konnte, gab es zur Anschaffung des Anhängers eine sachliche Diskussion, in der Ladungssicherheit, Beladungstechniken, Ausstattung und benötigte Führerscheinklasse geklärt wurden. Bürgermeister Werner Leibrich lobte das vom Kommandanten vorgestellte komplette Konzept und unterstrich die Notwendigkeit einer guten Ausstattung auch im Hinblick auf Einsätze bei Unfällen auf der stark frequentierten Staatsstraße 2218.
So beschlossen die Räte einstimmig die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges mit entsprechendem Aufbau und Beladung im Gesamtbruttowert von 113 850 €. Für die Beschaffung ist ein Zuschuss von 23 000 € zu erwarten. Ebenfalls einstimmig wurde für die feuerwehrtechnische Beladung (z.B. Motorsäge, Stromerzeugungsgenerator, Handlampen mit Ladegeräten) zum Gesamtpreis von 6380 € votiert. Auch die Beschaffung des Anhängers, auf dem unter anderem Zusatzschläuche oder Verkehrssicherungsgerät transportiert werden können, wurde ohne Gegenstimme genehmigt. Die anfallenden Kosten von etwa 5000 € werden sich Feuerwehr und Gemeinde teilen.
Der Neubau einer Doppelgarage mit Carport auf dem Platz eines abgebrochenen ehemaligen Wohnhauses wurde ebenso einstimmig genehmigt wie die Erstellung von Wohnnebenräumen an ein bestehendes Wohnhaus in Untermichelbach. Bereits im Vorfeld beraten und nunmehr positiv beschieden wurde die Anlegung eines Lehrpfades des Obst- und Gartenbauvereins auf gemeindlichen Grund in Wittelshofen. Keine Einwände hatten die Gemeinderäte zur Aufstellung eines Bebauungsplanes „Im Hagafeld“ in Weiltingen, eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Sandäcker Nr. 2“ der Gemeinde Wilburgstetten und zum Bebauungsplan „Schellenheckfeld – Süd“ in Dinkelsbühl, Ortsteil Segringen.
Zweiter Bürgermeister Günter Harich erstattete den Rechnungsprüfungsbericht für das Jahr 2018. Die wenigen Beanstandungen konnten bereits im Vorfeld bzw. während der Sitzung geklärt werden.
Bei der Festsetzung der Steuern und Gebühren für das Haushaltsjahr 2020 waren sich die Ratsmitglieder einig, keine Veränderungen vorzunehmen. So bleibt es bei der Grundsteuer A und B beim Hebesatz von 400 % und bei der Gewerbesteuer von 380 %. Bei der Hundesteuer kostet wie bisher der erste Hund 35 € und jeder weitere Hund 60 €. In der Deponie sind für Bauschutt 10 € pro Kubikmeter, Erdaushub 5 € und Grüngut 5 € (mindestens 2,50 €) zu bezahlen. Angesprochen wurden in diesem Zusammenhang Probleme bei der Anlieferung von Bauschutt, der charakterisiert sein muss bzw. untersucht werden muss. Diese Thematik und die Einführung von eventuellen festen Öffnungszeiten in der Deponie soll im Ratsgremium noch genauer besprochen werden.
Nur beraten wurde eine geplante gemeinsame Anschaffung der Mitgliedsgemeinden der VG Hesselberg für ein Geosystem (GPS Antenne Geosystem, GNSS Vermessungspaket) für eine exakte und einfache Flächenvermessung beraten. Der Gemeinderat steht der Anschaffung, die eine große Hilfe für die Siebener und die Bauhöfe sein kann, positiv gegenüber. Es müssten aber noch Fragen wie, Aufbewahrungsort für das Gerät, von wem wird und darf das Gerät bedient werden, wer trägt die Verantwortung und wie wird die Anschaffung versichert, geklärt werden.