WITTELSHOFEN (wo) – Die Gemeinderatssitzung begann mit einem Ortstermin zur Besichtigung von leerstehenden Räumen in der Grundschule. Ausschlaggebend dafür war der erhöhte Bedarf von Kindergartenplätzen ab dem Kindergartenjahr 2021/22. Bürgermeister Werner Leibrich habe in Gesprächen mit der Kindergarten- und Schulleitung sowie der Kindergartenaufsicht diese Möglichkeit der Erweiterung besprochen. Demnach könnten im Obergeschoss des Schulgebäudes drei aneinandergrenzende ehemalige Unterrichtsräume für die Kinderbetreuung genutzt werden. Die betreffenden Räume stellen einen abgeschlossenen Bereich dar, da sie über einen Eingang zugänglich seien. Entstehen sollen ein Gruppen- und ein Ruheraum sowie WC-Anlagen. Geklärt werden müssten in dieser Angelegenheit noch der Brandschutz und ein zu errichtender Fluchtweg. Das Ratsgremium bezeichnete diese Erweiterung als optimal. Gemeinderat Bernd Großmann regte in diesem Zusammenhang an, ein Gesamtnutzungskonzept für das Schulgebäude erstellen zu lassen.
Zustimmung erhielt die Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Landkreis Ansbach hinsichtlich des Ausbaus der Schulstraße. Die Kostenträgerschaft ist bei dieser Straßensanierung dreigeteilt. Durch den Kreisbauhof und zu Lasten des Kreishaushalt werden Fahrbahndecke und Bordsteine erneuert. Den westlichen Gehsteig bezahlt die Gemeinde und die Finanzierung des östlichen Gehsteigs trägt die Teilnehmergemeinschaft (TG) Dorferneuerung Wittelshofen 2.
Zustimmung erfuhr eine weitere Kostenvereinbarung zwischen der TG Illenschwang 3 und der Kommune. Bei der Verlegung von Energie- und Telekommunikationskabeln im Ortsbereich Illenschwang übernimmt die Gemeinde zusätzlich zu ihrer Kostenbeteiligung auch den Kostenanteil der TG einschließlich Nebenkosten. Die Gemeinde hat für diese Maßnahme rund 5600 Euro zu erbringen.
Auch beim nächsten Beratungspunkt standen die Flurbereinigungsverfahren Wittelshofen 2 und Illenschwang 3 im Mittelpunkt. Mit sieben Ja- und vier Neinstimmen wurde diese Angelegenheit abgehandelt. Der über den Bestand hinaus erforderliche Flächenbedarf für das neu zu schaffende Wege- und Gewässernetz wird über den allgemeinen Landabzug zu 100 Prozent von den Grundstückseigentümern aufgebracht. Die Gemeinde übernimmt deshalb den 15-prozentigen Eigenleistungsanteil der Teilnehmer beim Grunderwerb für die Eingriffs- und Ersatzausgleichsflächen, die durch das neue Wege- und Gewässernetz notwendig werden, zu 50 Prozent.
Einen einstimmigen Beschluss erhielt die Erhöhung des Verrechnungssatzes für Mäharbeiten der Grünflächen im Ortsteil Illenschwang auf 30 Euro pro Stunde. Angemerkt wurde dazu, dass die letzte Preisanpassung vor zehn Jahren erfolgte.
An der Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses wird festgehalten, so das Ergebnis der Debatte. Das Bauprojekt soll im Bereich der Schulturnhalle im Rahmen der Dorferneuerung umgesetzt werden. Bürgermeister Leibrich wurde beauftragt einen Architekten mit der Planung zu beauftragen.
Die Namensfindung für den im Rahmen der Dorferneuerung entstandenen Dorfplatz in Wittelshofen ist abgeschlossen. Demnach gingen über 50 Vorschläge, die zum Teil auch gleichlautend waren, ein. Eine Jury habe nunmehr die meist genannten Bezeichnungen ausgewählt. Die Vorschläge „Sulzachplatz“ und „Sulzachpark“ stehen an der Spitze. Nach längerer Debatte entschied sich das Ratsgremium einstimmig das Freizeitareal „Sulzachplatz“ zu benennen.