WITTELSHOFEN (wo) – Informationen von Fachleuten, die Bürgermeister Werner Leibrich willkommen hieß, standen im ersten Teil der Gemeinderatssitzung im Vordergrund. Zum Aufbau einer einheitlichen Ladeinfrastruktur in der Metropolregion Nürnberg referierte Kommunalmanager Manfred Prokopczuk vom regionalen Energieversorger und stellte das Programm zur Installation von PKW-Ladesäulen vor. Der Fachmann erläuterte das staatlicherseits aufgelegte Förderprogramm als auch die Kriterien für die Einrichtung. Hintergrund seien die vorgegebenen Klimaziele, die Emissionsentwicklung und die bevorstehende Mobilitätswende. Der Energieversorger würde bei der Standortwahl unterstützen, die Installation und Wartung sowie den Störungsdienst übernehmen, die Abrechnung und die notwendigen Meldungen an die Bundesnetzagentur tätigen. Die Kommune müsste eine geeignete Parkfläche als Standort für die Ladestation mit einer Kapazität von 22 kw/h bereitstellen, die Verkehrssicherungspflicht übernehmen und sich einmalig mit rund 4200 Euro an der Errichtung beteiligen. Gemeinderat Günter Harich äußerts sich überaus skeptisch und hinterfragte den angedachten Standort, die wohl geringe Anzahl von Nutzern und hielt eine Anlage für zurzeit nicht notwendig, da sie keine Vorteile für die Gemeinde bringe und es müssten die Bestrebungen zum Bau einer Umgehungsstraße ins Kalkül gezogen werden. Norbert Lenz schlug mit seinem Redebeitrag in die gleiche Kerbe und Helmut Rang teilte diese Ansichten, schränkte aber ein, dass man dem Umweltgedanken nicht außer Acht lassen dürfe. Dieser Kritik wurden die zu erwartenden Änderungen vom Verbrennungsmotor hin zum E-Auto entgegengehalten. Ein Beschluss wurde vertagt. An der Sitzung fehlten drei Ratsmitglieder entschuldigt. Eine Entscheidung solle aber vom gesamten Gremium getragen werden, hieß es abschließend. Anschließend stellte die Mitarbeiterin eines Ingenieurbüros den Gestaltungsentwurf für das neue Baugebiet Illenschwang vor. Im Fokus stand die Größe der Bauparzellen, die Eingrünung sowie die Zuwegungen mit Wendehammer. Nach ausgiebiger Aussprache entschied man sich, auf die vorgeschlagene Stichstraße zu verzichten und zwei Bauplätze über eine separate Zufahrt zu erschließen. Die Änderungen sollen in das endgültige Konzept eingearbeitet werden, hieß im einstimmigen Beschluss. Medienberater Robert Pelczer stellte, nach Einarbeitung der vom Ratsgremium gewünschten Änderungen, den endgültigen Entwurf für eine Neuauflage eines Faltplans für die Gemeinde vor. Auf der Vorderseite dominiere der Straßenplan des Hauptortes Wittelshofen. Abgebildet sind außerdem die Sehenswürdigkeiten wie Museum, Storchenbiotop sowie wichtig erscheinende Einrichtungen und die beiden Kirchen. Auf der zweiten Seite werden alle Ortsteile mit ihren Eigentümlichkeiten sowie Wander- und Radwege als auch das Limeseum dargestellt. Die Ratsrunde stimmte der vorgestellten Konzeption mit Kosten von rund 2600 Euro zu. Ebenso zugestimmt wurde der Vergabe zum Druck von 3000 Faltblättern mit einem Netto-Kostenvolumen von 408 Euro.

WITTELSHOFEN (wo) – Den zweiten Teil der Gemeinderatssitzung prägten Beratungen und Beschlussfassungen zu privaten und gemeindlichen Bauangelegenheiten. Den vier vorliegenden Bauanträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. In diesem Zusammenhang wurde einem Gesuch die Befreiung vom Bebauungsplan erteil und bei einem weiteren Antrag wurde der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrags festgehalten. Vergeben wurden die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Nr. 8 in Obermichelbach. Dazu berichtete Bürgermeister Werner Leibrich, dass in einem beschränkten Ausschreibungsverfahren neun Unternehmen zur Abgabe eines Angebots angeschrieben wurden. Sieben Offerten seien eingegangen. DAs Bauvorhaben beinhaltet die gesamten Kanalbauarbeiten, die Erstellung eines Regenrückhaltebeckens (RÜB), den Wasserleitungs- und Straßenbau. Den Zuschlag erhielt der günstigste Anbieter zum Brutto-Angebotspreis von rund 436000 Euro. Zum wiederholten Mal beschäftigte sich die Ratsrunde mit der Gestaltung des Wittelshofener Friedhofs. Nach einer Ortsbesichtigung schlage der Bauausschuss eine Wegbreite von 2,50 m vor. Die vorgesehenen rondellförmig vorgeschlagenen Aufweitungen im Wegeverlauf sollen als Rechtecke gestaltet werden. Außerdem sollen die von der Fachfirma vorgeschlagenen Bepflanzungen der Wegseitenflächen entfallen. Die Wege sollen gepflastert werden und ein vorgesehener Erschließungsweg zu den westlichen Grabstätten soll keine Zugangsmöglichkeit aus dem Parkplatzbereich erhalten. Diesen Änderungen wurde zugestimmt und sollen in die endgültige Planung einfließen. Zustimmung erhielt auch die vorgeschlagene Jahresmiete in Höhe von 11400 Euro für das Grundschulgebäude. Da der Grundschulverband Hesselberg Süd nicht alle Räume nutzt, habe sich eine Mietminderung ergeben, so der Bürgermeister.