WITTELSHOFEN (wo) – Dem Antrag von Gemeinderätin Anja Riedel zur Rückgabe ihres Gemeinderatsmandats stimmte das Ratsgremium zu. Anja Riedel wurde bei der Kommunalwahl 2020 in den Gemeinderat gewählt. Berufliche und private Gründe seien die Gründe für ihren Verzicht auf ein weiteres kommunalpolitisches Engagement. Im Anschluss vereidigte Bürgermeister Werner Leibrich den nachrückenden Gemeinderat Lukas Riedel, der sich bereit erklärte das Mandat zu übernehmen. Jennifer Herrmann erläuterte anschließend den Haushalts- und Investitionsplan. Der Vermögenshaushalt 2021 schließt mit einem Sollüberschuss von 2,368 Millionen Euro und liegt somit um etwa 1,493 Millionen über dem Ansatz. Ursächlich hierfür sind teilweise nicht realisierte Vorhaben und fehlende Rechnungsstellungen. Das aktuelle Zahlenwerk schließt im Verwaltungs- und im Vermögensteil mit zusammen 5,853 Millionen Euro. Im Verwaltungshaushalt werden die zum Teil bereits feststehenden Ausgaben und Einnahmen abgebildet. Bei den Ausgaben dominieren die Umlagezahlungen an die Schulverbände, die Kreis- und Verwaltungsgemeinschaftsumlage sowie Lohn- und Gehaltszahlungen und laufende Unterhaltskosten für gemeindliche Einrichtungen. Auf der Habenseite werden die Grundsteuern A und B, die Gewerbesteuer, der Einkommensteueranteil und die Schlüsselzuweisungen mit zusammen 1,676 Millionen Euro verbucht. Der Vermögenshaushalt schließt mit 3,240 Millionen und beinhaltet die Investitionen. Dabei stehen in den Ansätzen der Ankauf von Bauland mit 700000 Euro, der sich durch den Bauplatzverkauf um etwa 200000 Euro wieder kompensiert. Überdies werden für Straßenausbauten in den einzelnen Ortsteilen 407000 und für die Optimierung der Abwasserbeseitigung 736000 Euro angesetzt. Eine Darlehensaufnahme ist für das laufende Haushaltsjahr nicht vorgesehen. Um die vorgesehenen Vorhaben wie Sanierung der Turnhalle, die weiteren Ortsstraßensanierungen und die anstehenden Baugebiets- sowie DSL-Erschließungen in den kommenden Jahren zu finanzieren, müssen trotz der zu erwartenden Zuschüsse, entsprechende Kredite aufgenommen werden.

Dem vorliegenden Angebot zur Erneuerung, zum Ausbau und zum Lückenschluss der Straßenbeleuchtungseinrichtung in Illenschwang im Zuge der Dorferneuerung in Höhe von rund 27000 Euro erteilte das Ratsgremium den Zuschlag. Die technischen Schwierigkeiten bei den Abwasserpumpstationen Ober- und Untermichelbach konnten bisher nicht behoben werden. So wurde ein Schaltschrank mit der gesamten Steuereinrichtung bereits ausgetauscht. Ebenso haben Messungen ergeben, dass die Stromspannung beim Pumpenbetrieb zu gering ist. Man war sich einig, diese technischen Probleme mit dem Planungsbüro zu klären. Die Bauvoranfrage der Nahwärme Illenschwang eG zur Errichtung eines Heizhauses und Vorratsraumes für das zu errichtende Nahwärmenetz beschäftigte wiederum die Ratsrunde. Nach dem das Wasserwirtschaftsamt den vorgesehenen Standort als größtenteils ungeeignet erklärt hat, wurde nun eine Alternative am nordöstlichen Ortsrand vorgeschlagen. Ein Vertreter der Genossenschaft erläuterte die Lage und Größe der Gebäude und die Zuwegung. Nach kurzer Aussprache signalisierte der Gemeinderat seine Zustimmung. Die Beschlüsse zur Bauleitplanung „Wittelshofen – Reichert Bau“ einschließlich der Änderung des Flächennutzungsplans und den Aufstellungsbeschlüssen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan wurde zugestimmt. Dazu hieß es, der Gemeinderat begrüße die Erweiterung des Gewerbebetriebs. Die vorliegenden Bebauungspläne und eine Bauleitplanung aus den angrenzenden Kommunen wurden ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.

Lukas Riedel wurde vereidigt