WITTELSHOFEN (wo) – Die Vergabe von Ingenieurleistungen für verschiedene Bauvorhaben standen bei der Gemeinderatssitzung im Vordergrund. Sollten diese Bauprojekte Zug um Zug umgesetzt werden, so dürfte sich das Gemeindegebiet über längere Zeit in eine große Baustelle verwandeln. Die Sanierung der Kanalnetze, Mitverlegung von Breitband und Nahwärmeleitung mit einem Kostenaufwand von 412000 stellte Bürgermeister Werner Leibrich an den Beginn der Beratungen. Betroffen von diesem Bauvorhaben sind die Schlosss-, Schul- und Hauptstraße, Schmalzgasse und der Postweg einschließlich Verbindungsleitungen zwischen den Straßenzügen. Nach diesen Erläuterungen wurden die Honorarleistungen zur Entwurfs- und Ausschreibungsplanung für alle Gewerke mit einem Kostenaufwand von 33500 Euro einstimmig vergeben. Mit dem gleichen Votum vergab das Ratsgremium die Ingenieurleistungen für den Ausbau der Gehwege in der Schulstraße/Kreisstraße AN 41 zum Preis von 46000 Euro. Dieses Bauvorhaben wird gemäß Kostenschätzung mit Gesamtkosten von 365000 Euro zu Buche schlagen. Die Vergabe zur Errichtung einer Druckleitung von der Abwasseranlage Illenschwang nach Wittelshofen wurde wegen der großen Diskrepanz zwischen Kostenschätzung und abgegebenen Angeboten zurückgestellt. Mit diesem Beschluss folgte die Ratsrunde der Empfehlung der Prüfstelle „Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen“ (VOB-Stelle) bei der Regierung von Mittelfranken. Die Kirchengemeinde Untermichelbach erhält einen Zuschuss von zehn Prozent der tatsächlich entstandenen Kosten für die Sanierung der Kirchenorgel. Den Zuschlag für die Erneuerung der Heizungsteuerung für die Turnhalle und Schule Wittelshofen erhielt der günstigste Anbieter. Das gleiche Abstimmungsergebnis erhielt der Auftrag zum Einbau einschließlich Montage eines Luftheizers in der Turnhalle. Die Arbeiten sollen in den Sommerferien erfolgen. Eine längere Debatte ergab die Erschließung eines Bauplatzes im Ortsteil Illenschwang. Dem Vorschlag eines Tiefbauunternehmers zur Verlängerung der Abwasserleitung wurde nicht entsprochen. Man war sich einig das Grundstück direkt anzuschließen, da kein weiteres Bauvorhaben in diesem Ortsbereich zum Tragen kommen dürfte. Die Brückengeländer im gesamten Ortsgebiet erhalten Blechabdeckungen. Im Rahmen der Dorferneuerung soll Wittelshofen ein Dorfgemeinschaftshaus erhalten. Der Rathauschef berichtete, dass zusammen mit den Vereinen verschiedene Varianten erörtert wurden. Die Ratsrunde war sich unisono einig, dass diese Einrichtung benötigt wird und man ein vorhandenes im Gemeindebesitz befindliches Gebäude nutzen wolle. Die Beratung eines Antrags auf Versetzung einer Trafostation ergab kein positives Ergebnis. So habe der Energieversorger dies bereits abgelehnt. Überdies falle diese Maßnahme nicht in die Kompetenz der Gemeinde, man wolle aber gemeinsam mit dem Energieunternehmen konkrete Kosten ermitteln.

Die Gehwege in der Schulstraße