WITTELSHOFEN (wo) – Zu Beginn der Gemeinderatssitzung überreichte Bürgermeister Werner Leibrich an den langjährigen aber bei der letzten Kommunalwahl nicht mehr kandidierenden Gemeinderat Dieter Wiedemann die Verdiensturkunde für besondere Dienste um die Kommunale Selbstverwaltung des bayerischen Innenministers. Verbunden mit der Aushändigung der Urkunde waren Dankesworte des Bürgermeisters und ein Dankschreiben des Landrats Dr. Jürgen Ludwig. Wiedemann gehörte 18 Jahre dem kommunalen Gremium an.

Anschließend erläuterte Jenny Herrmann von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hesselberg erläuterte in einem kurzen Abriss den bereits in einer Videokonferenz vorberatenen Haushaltsplan 2021. Daraus war eine gute gemeindliche Finanzlage zu entnehmen. Der Vermögenshaushalt des abgelaufenen Jahres wurde mit einem Sollüberschuss von rund 2,293 Millionen Euro abgeschlossen. Die Rückstände im Verwaltungshaushalt betragen 91963 Euro und im Vermögenshaushalt 3033 Euro und sind im Sollüberschuss enthalten. Bei den kostenrechnenden Einrichtungen ergab sich bei der Abwasserbeseitigung ein Überschuss von 27206 Euro und die Wasserversorgung schloss mit einem Fehlbetrag von 3441 Euro. Diese Beträge werden den Rücklagenkonten zugeführt beziehungsweise entnommen. Fehlbeträge ergaben sich auch beim Bestattungswesen und bei der Abfallbeseitigung respektive Grüngutentsorgung. Der aktuelle Verwaltungshaushaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 2,489 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 3,090 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt enthält im Ausgabenteil die Löhne und Gehälter, die Umlagezahlungen an Landkreis und Verwaltungsgemeinschaft, die Schulverbände sowie die Unterhaltskosten für gemeindliche Einrichtungen. Die Grund- und Gewerbesteuern, der Einkommensteueranteil, die Schlüsselzuweisungen sowie Umsatzsteuerbeteiligungen werden bei den Einnahmen abgebildet. Der Vermögenshaushalt beinhaltet die Ausgaben für Investitionen. Dabei dominieren die Sanierungskosten für die Ortsstraßen in Wittelshofen mit 400000 Euro, die Verbesserungen bei der Abwasserbeseitigung im gesamten Gemeindegebiet stehen mit 942000 Euro in den Ansätzen und für die Dorferneuerungen in Illenschwang und Wittelshofen sind mit 50000 und 300000 Euro veranschlagt und für den Baulanderwerb sind 140000 Euro eingestellt. Das Investitionsprogramm zum Finanzplan für den Zeitraum 2022 bis 2024 beinhaltet einen weiteren Baulanderwerb sowie die Fortsetzung der Kanalsanierungen und der Dorferneuerungs- beziehungsweise Flurbereinigungsmaßnahmen.  Wenn alle Vorhaben wie geplant durchgeführt werden, sind für die Jahre 2022 bis 2024 Darlehensaufnahmen von insgesamt 676000 Euro notwendig.

Der geehrte Gemeinderat Dieter Wiedemann


WITTELSHOFEN (wo) – Bekanntmachungen aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung waren Bestandteil des zweiten Teils der Gemeinderatssitzung. Der Rathauschef berichtete über Vergaben in Höhe 308500 Euro. Davon entfallen auf Vorhaben im Rahmen der Dorferneuerungen Wittelshofen und Illenschwang für Straßensanierungen und einen Gebäudeabbruch 271000 beziehungsweise 32700 Euro. Für den Zaun um Bereich des neuen geschaffenen „Sulzachplatzes“ müssen 1700 Euro aufgewendet werden und für Kindergartenfahrten erhält der Busunternehmer für den Zeitraum 2020/2021 eine Bereitstellungspauschale in Höhe von 3100 Euro. Im weiteren Verlauf der Zusammenkunft beschäftigte sich das Ratsgremium mit Anträgen der „Genossenschaft Nahwärme Illenschwang“. Die Vereinigung beantragt den Anschluss des Feuergerätehauses an das zu errichtende Nahwärmenetz anzuschließen. Zusammen mit den Rohrleitungen für die Nahwärme würde auch ein Glasfaseranschluss erfolgen. Um dies umzusetzen müsste die Gemeinde einen Geschäftsanteil zeichnen. Bürgermeister Leibrich befürwortete dieses Vorhaben und schlug vor, nach vollzogenem Netzanschluss die dann nicht mehr benötigte, erst vor wenigen Jahren dort eingebaute Ölheizung nach fachlicher Prüfung in ein anderes gemeindeeigenes Gebäude einzubauen. Der Vorschlag des Rathauschefs wurde einstimmig zum Beschluss erhoben. In einem weiteren Antrag wird die Gemeinde aufgefordert, das neu entstehende Baugebiet in Illenschwang an das Nahwärmenetz anzuschließen und die sieben Baugrundstücke mit der Nahwärmeleitung und den Leerrohren für Glasfaseranschlüsse zu erschließen. Das Gremium signalisierte Zustimmung, Es müssten aber noch die Kosten für den Bau der Heizleitung als auch für das Einbringen der Leerrohre für die Glasfaserleitungen ermittelt werden. Berücksichtigt werden müssten auch die Regelungen zur Umlegung der Erschließungskosten auf die Käufer der Baugrundstücke. Um die leerstehenden Räumlichkeiten der Grundschule für eine Notgruppe des Kindergartens „Storchennest“ zu nutzen, muss aus Brandschutzgründen eine Fluchttreppe errichtet werden. Der Rathauschef legte ein diesbezügliches Angebot über 6800 Euro vor. Dabei handelt es sich um ein Gerüst mit entsprechenden Schutzeinrichtungen als temporäre Einrichtung, das nach Auskunft von Fachleuten als ausreichend angesehen wird. Gemeinderat Bernd Großmann berichtete, dass während des Hochwassers ein nicht unerheblicher und länger andauernder Oberflächenwasserrückstau im Kanalnetz im Bereich der Wörnitzstraße zu verzeichnen war. Nach kurzer Aussprache war man sich einig, der Ursache auf den Grund zu gehen, da man bereits die Abwasseranlage unter anderem durch den Einbau von stärkeren Pumpen ertüchtigt habe. Eventuell trage auch eine leichte Erhöhung der Straßenoberfläche zur Entlastung bei.