WITTELSHOFEN (wo) – Das Dorfgemeinschaftshaus soll nun doch in das bestehende Schulgebäude integriert werden. Bürgermeister Werner Leibrich informierte über diese Zielrichtung im Rahmen der Gemeinderatssitzung. Diese Absicht sei das Ergebnis eines Arbeitsgespräches mit Gemeinderäten aus Wittelshofen, der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Wittelshofen und den Vertretern örtlicher Vereine. Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten wie einem Neubau, der Umnutzung leerstehender Gebäudesubstanz im Ortskern oder der Inanspruchnahme von Räumen im Rathaus sehe man die Nutzung der leerstehenden Räume im Rathaus als die wirtschaftlichste Lösung an. Der Flächenbedarf für Gemeinschaftsräume und die Infrastruktur seien ausreichend beziehungsweise bereits vorhanden. Trotz dieses Vorhabens müsse der Schulstandort erhalten bleiben, hieß es dazu ergänzend. Die Ratsrunde war sich einig, das Vorhaben mit der Schulbehörde abzustimmen, einen Fachmann mit der Vorhabensplanung zu beauftragen, eventuelle Fördermöglichkeiten zu eruieren und anschließend ein Gesamtkonzept für eine Sanierung des Gebäudes in Auftrag zu geben. Aus aktuellem Anlass berichtete der Rathauschef über die „Verordnung über Gebote für Photovoltaik (PV)-Freiflächenanlagen“, da im Gemeindegebiet eine solche Energiegewinnungsanlage geplant sei. In den vergangenen Tagen hätten mit Juristen, Verwaltungsfachleuten, kommunalen Mandatsträgern und betroffenen Verbänden diesbezügliche Gespräche stattgefunden, um den aus der Verordnung resultierenden Handlungsdruck abzumildern. Nach der geltenden Verordnung haben die Gemeinden die Planungshoheit durch den Erlass beziehungsweise die Änderung entsprechender Bebauungspläne unter Beachtung der örtlichen Siedlungsstruktur, der Gemeindeentwicklung, des Naturschutzes und den landwirtschaftlichen Nutzflächen. In diese Regelungen müssten detaillierte Vorgaben wie beispielsweise die Abstände der PV-Anlagen zur Ortsbebauung, zu Landschafts- und Naturschutzgebieten sowie Kulturdenkmälern, die Modulhöhe, die Größe der Einzelanlage und die Begrenzung der Gesamtfläche für PV-Anlagen im Gemeindegebiet einfließen. In der anschließenden Aussprache wurde aus der Ratsrunde angeregt, grundsätzlich eine Bürgerbeteiligung durchzuführen und bis zu welcher Bodenbonität landwirtschaftlich genutzte Flächen für die Anlagenerrichtung verwendet werden dürfen. Ebenso müsse geklärt werden, ob die für Sonnenenergie-Anlagen benötigten Areale dem Flächenverbrauchsbestimmungen unterliegen und ob Wittelshofen zu den landwirtschaftlich benachteiligen Gebieten zähle. Die Kommune stehe der erneuerbaren Energiegewinnung nicht entgegen, es gelte aber klare Leitlinien zu erlassen und Dachflächen zu bevorzugen, war die Meinung der Ratsrunde. Den beiden Bauanträgen zur Erweiterung einer bestehenden Maschinenhalle respektive zur Überdachung eines Fahrsilos zur Umnutzung einer Bergehalle und der Neuerrichtung eines Zwei-Kammer-Fahrsilos wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.


Das Obergeschoss, des nur noch als Grundschule genutzten Gebäudes, hat ausreichende Flächen um gemeindliche Versammlungsräume aufzunehmen.