WITTELSHOFEN (wo) – Zu Beginn der Gemeinderatssitzung verabschiedete Bürgeremister Werner Leibrich nach einer über 50-jährigen Dienstzeit den Gemeindediener Willi Stark aus Untermichelbach in den verdienten Ruhestand. In seiner Verabschiedungsrede betonte Leibrich, dass Stark weitere Tätigkeiten in der Gemeinde ausführte. So führte er ab 1959 bis 1982 die Bullenhaltung in Untermichelbach und vier Jahrzehnte war er als Fleischbeschauer tätig. 30 Jahre lang war er Vorarbeiter bei der Gemeinde. War 16 Jahre Gemeinderat und zwei Jahre stellvertretender Bürgermeister. In diesen drei Wahlperioden vertrat in den überörtlichen Ausschüssen die Belange der Gemeinde. Eine Dankurkunde war das äußere Zeichen des Dankes.

Willi Stark

Willi Stark

WITTELSHOFEN (wo) – Ein Antrag auf Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Ein ortsansässiger Landwirt möchte auf einer ihm gehörenden 6,6 Hektar großen landwirtschaftlichen Nutzfläche eine Solaranlage errichten. Die Solarstromanlage soll links neben der Ortsbindungsstraße Untermichelbach – Dühren im Umfeld der bestehenden Biogasanlagen errichtet werden. Die Leistung dieser Stromerzeugungsanlage wird bei 6,6 Megawatt liegen. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können bedarf es der Genehmigung einer Bauleitplanung durch die Kommune. Die Kosten für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan und eventuelle Änderungen des Flächennutzungsplans gehen zu Lasten des Vorhabenträgers. Nach diesen Erläuterungen ergab sich eine ausgiebige Aussprache mit Pro und Kontras. Dabei wurde auf die bestehende Beschlusslage verwiesen, solche Anlagen wegen der Sicht vom und zum Landschaftsschutzgebiet Hesselberg die Zustimmung zu verweigern. Dem Argument, dass wertvoller Ackerboden verloren gehe, wurde entgegnet, dass die momentan bestehende extensive Nutzung entfalle. Die angestrebte Energiewende mit ihren positiven und negativen Aspekten ins Kalkül gezogen und die Information der Bürgerschaft von Untermichelbach und Dühren eingefordert. Der Vorschlag zunächst die Bevölkerung entsprechend zu informieren und dann einen Beschluss zu fassen, wurde verworfen. Mit neun Ja- zu zwei Neinstimmen stimmte das Ratsgremium der beantragten Bauleitplanung zu. Der Bürgermeister informierte zur Kostenbeteiligung im Rahmen der Dorferneuerung für den Bereich der nördlichen Ortsstraßen bezüglich Schlossstraße, Schmalzgasse und Postweg und den vorgesehenen Pflanzmaßnahmen. Nach Mitteilung des Amtes für Ländliche Entwicklung muss die Kommune nach Abzug der Förderung von etwa 75 Prozent, Kosten in Höhe von 212000 Euro übernehmen. Nach wiederholter Ausschreibung lagen nunmehr sechs Angebote für die Errichtung der Abwasseranlage „Illenschwang-Wittelshofen“ vor. Das günstigste Angebot mit Kosten von 1 042 000 Euro erhielt den Zuschlag. Das Vorhaben beinhaltet die Errichtung der Pumpstation und eines Regenüberlaufbeckens, Erstellung des Rohrgrabens sowie die notwendigen Druckleitungen. Die Teilnahme an der Erstellung eines Gewässerentwicklungskonzeptes wurde zurückgestellt. Eine spätere Beteiligung signalisiert. In diesem Zusammenhang müsse der Hochwasserschutz geklärt werden, hieß es ergänzend dazu. Ein Beschluss zur Übernahme der Baulast der nicht ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldwege einschließlich der Brücken, Stege und Durchlässe wurde zurückgestellt. Das gleiche Ergebnis ergab sich, nach einer langatmigen Debatte, zu den Zuschussgesuchen des Sportclubs Aufkirchen. Bei einer Gegenstimme wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Solarpark Aufkirchen“ der Gemeinde Gerolfingen abgehandelt. Abschließend gab der Bürgermeister bekannt, dass die Bundesstraße 25 bis zum 31. Juli 2020 gesperrt werde. Von der Umleitung des Schwerverkehrs sei Wittelshofen betroffen.