WITTELSHOFEN (wo) – Einstimmig beschloss der Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Werner Leibrich in seinen jüngsten Sitzungen den Haushalt für das Jahr 2019 und den Finanzplan für die Jahre bis 2022. Das Zahlenwerk hat in den beiden Budgetteilen ein Volumen von 6,17 Mio Euro und wurde von Jennifer Herrmann von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hesselberg vorgestellt. Zu Beginn ging die Fachfrau kurz auf die Abwicklung des letzten Geschäftsjahres ein. Demnach ist die Kommune schuldenfrei und es kann ein Sollüberschuss in Höhe von rund 3,0 Mio Euro in den aktuellen Etat übertragen werden. Ursächlich dafür sind nicht durchgeführte Investitionen wie die Erschließung von Baugebieten in Illenschwang und Obermichelbach oder die Umsetzung zur Errichtung eines Dorfplatzes in Wittelshofen sowie verschiedene Ortsstraßensanierungsprojekte. Eingehend auf den Verwaltungshaushalt in Höhe von 2,155 Mio Euro wurde angeführt, dass in diesem Teil des Etats die Einnahmen und Ausgaben meist vorgegeben sind. Bei den Ausgaben handelt es sich um Löhne und Gehälter, die Umlagezahlungen an Landkreis, VG Hesselberg und die Schulverbände sowie die Zahlungen für den laufenden Unterhalt gemeindlicher Einrichtungen und Versicherungsprämien. Bei den Einnahmen dominieren die gemeindlichen Steuern als auch die Finanzzuweisungen des Staates. Die Investitionen werden im Vermögenshaushalt ausgewiesen. Auf der Habenseite stehen in diesem Budgetteil die Zahlungen verschiedener Zuschussgeber, der Überschuss aus dem Vorjahr, die pauschale Investitionszuweisung und Erschließungsbeiträge. Auf der Sollseite stehen für das laufende Jahr beispielsweise die Beschaffung eines Feuerwehrlöschfahrzeugs für Illenschwang mit 105000 Euro. Die Errichtung des Wittelshofener Dorfplatzes und von Radwegen sowie die Herstellung der Druckleitung für die Abwasserbeseitigung in Illenschwang mit zusammen 1,14 Mio. Euro. Diese Summe verringert sich aber um die zugesagten Zuschüsse in Höhe von 400000 Euro. Unter hinzurechnen von weiteren Kosten für die Erschließung von Baugebieten und den Straßenunterhalt und für den in Ansätzen stehenden Grunderwerb hinzu, dann summiert sich dieser Haushaltteil in den Einnahmen und Ausgaben auf 4,015 Mio. Euro. Im Investitionsprogramm zum Finanzplan für die Jahre 2020 bis 2022 sind wiederum umfangreiche und zum Teil kostenintensive Vorhaben aufgeführt. Wenn diese Maßnahmen alle realisiert werden können sind in Jahren 2020 und 2021 entsprechende Kredite in Höhe von rund 794000 Euro notwendig. Für 2022 wird derzeitig aber wieder ein Sollüberschuss in Höhe von 136200 Euro erwartet.

WITTELSHOFEN (wo) – Im zweiten Teil der Gemeinderatssitzung wurde zum wiederholten Male die Errichtung und der Betrieb einer Ladestation für Elektrofahrzeuge und der im Zusammenhang stehende Kooperationsvertrag mit dem Energieversorger behandelt. Bürgermeister Werner Leibrich gab einen kurzen Abriss über den derzeitigen Sachstand und führte an, die Errichtung sei der richtige Schritt in die Zukunft. Die Industrie arbeite an einer neuen Batterietechnik mit höherer Lebensdauer und Ladekapazität und der ins Auge gefasste Standort in unmittelbarer Nähe der Einmündung von Kreis- in die Staatsstraße sei geeignet. Die Aussprache beinhaltete sowohl zustimmende als auch ablehnende Argumente. So wurde angeführt, dass die Gemeinde nicht auf die Einrichtung verzichten sollte und man eine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und E-Bike in Zusammenarbeit mit den Tourismuseinrichtungen aufbauen müsse. Außerdem gab es bejahende Stimmen unter dem Vorbehalt eines anderen Standortes. Den Befürwortern wurde entgegengehalten, dass die Erstellung einer Ladesäule nicht Aufgabe der Kommune sei, Wittelshofen keinen Vorteil habe und überdies die Bürger eine solche Anlage nicht wollen, da diese nur gering genutzt werden dürfte. Schließlich befürworteten acht Räte die Errichtung einer Ladesäule im Parkplatzbereich des Schulgebäudes. Der Rathauschef wurde beauftragt den neuen Standort mit dem Energieversorger abzuklären. Die Vergabe der Pflasterarbeiten für den Friedhof Wittelshofen wurde vertagt. Da ein Angebotsvergleich nicht möglich war. Nur eine, von drei Offerten, beinhaltete ein detailliertes Mengengerüst zum Materialbedarf. Die Renovierungsarbeiten für die im Rathaus untergebrachte Arztpraxis in Höhe von rund 23000 Euro können, unter Vorbehalt der Klärung des zur Verwendung kommenden Materials, vom Bürgermeister vergeben werden. Das Baugebiet Nr. 8 Obermichelbach erhält zum Preis von 22000 Euro acht Straßenlampen mit LED-Technik. Die Offerte beinhaltete die Lieferung, Erstellung, Kabelverlegung und die Erd- und Anschlussarbeiten. Wobei der Standort eines Lichtpunktes noch geprüft werden müsse. Zustimmung erhielt auch der Ingenieurvertrag zur Erschließung des Baugebietes 8 Obermichelbach mit einem Gesamthonorar von 45000 Euro. Nach längerer Aussprache erhielt auch ein Bauantrag zur Errichtung eines Wohnhauses mit Doppelgarage im Ortsteil das Einverständnis des Rates. Festgehalten wurde, dass ein Grunderwerb erfolgt und der Lageplan geändert wird. Einverstanden war das Ratsgremium auch mit der Vereinbarung zur Kostenbeteiligung zwischen der Gemeinde und der Flurbereinigungs-Teilnehmergemeinschaft Wittelshofen 2. Zustimmung erhielt der Kauf von Geschwindigkeitsanzeigegeräten, die stationär in Wittelshofen an der Staatsstraße 2218 errichtet werden. Man ist der festen Überzeugung, dass dadurch die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Der Bürgermeister ist künftig befugt, den auf die Gemeinde entfallenden Ausgaben bis 5000 Euro hinsichtlich von Kernwegenetzprojekten im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILE) ohne Gemeinderatsbeschluss zuzustimmen.
Bilder 1040334/1040335
Die Geschwindigkeitsanzeigegeräte sollen an der Staatsstraße 2218 im Ortsbereich von Wittelshofen aufgestellt werden