WITTELSHOFEN (wo) – Die Festsetzungen von Gebühren für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung waren Hauptbestandteile der Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Werner Leibrich konnte zur Zusammenkunft acht Zuhörer begrüßen. Stefan Herrmann von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hesselberg erläuterte die Gebührenkalkulationen für die Jahre 2019/2020.  Nach der kommunalen Gesetzgebung müssen erwirtschaftete Überschüsse oder bestehende Fehlbeträge in die Neuberechnung einfließen. Es dürfen keine Rücklagen gebildet werden, sondern Mehrbeträge sind den Anschließern zu erstatten und Mindereinnahmen sind über neu festzusetzende erhöhte Gebühren auszugleichen. Dabei merkte er an, dass für die kommunalen Einrichtungen im Gemeindegebiet unterschiedliche Satzungen bestehen. Der Fachmann stellte zunächst die Neuberechnung der Abgaben vor. Bei allen Rechnungswerken seien sowohl Überschüsse, Fehlbeträge als auch geplante Investitionen sowie die kalkulatorischen Änderungen bei Abschreibungen und Zinsen berücksichtigt worden.  Daraus ergeben sich für die Wasserversorgung für die Hauptgemeinde Wittelshofen und die Ortsteile Dühren, Grüb, Illenschwang und Obermichelbach eine Grundgebühr von 36,00 Euro und die Verbrauchsgebühr beträgt 1,75 Euro pro Kubikmeter. Bei der Abwasserbeseitigung werden für den Gemeindebereich - ohne Dühren, Gelshofen und Grüb - im neuen Abrechnungszeitraum eine Grundgebühr von 60,00 Euro und eine Einleitungsgebühr von 1,90 Euro fällig. Entsprechend den eingebauten Durchlaufzählern werden höhere Grundgebühren erhoben. Für die Abwasserbeseitigung in den Ortsteilen Dühren, Gelshofen und Grüb wird eine Einleitungsgebühr von 0,60 Euro pro Kubikmeter Niederschlagswasser in Rechnung gestellt. Dazu ist anzumerken, dass in diesen Orten durchwegs Hauskläranlagen bestehen. Dem Kauf einer Wildkrautbürste für den Bauhof in Höhe von 1780 Euro und der Anschaffung von zwei Geländern und eines Handlaufs für den Jugendraumzugang in Metallausführung in Höhe von 1130 Euro wurde einstimmig zugestimmt. Zur Erneuerung der Schalt- und Steueranlage für die Pumpwerke im Bereich der Abwasserbeseitigung erläuterte der Rathauschef, dass die Federführung bei der Gemeinde Gerolfingen liege. Die Gemeinde Wittelshofen leitet ihr Abwasser in die Kläranlage Gerolfingen ein. Die Nachbarkommune habe den Auftrag zum Austausch dieser Geräte bereits vergeben. Die Gesamtkosten in Höhe von über 62000 Euro sind anteilig, nach Maßgabe der eingeleiteten Abwassermenge, von beiden Kommunen zu tragen. Diese Regelung wurde vom Ratsgremium genehmigt. Die Aufwendungen für den Winterdienst erhöhen sich ab der Saison 2018/19. Die Bereitstellungspauschale wird auf 110,00 Euro pro Monat angehoben und ist für die Monate November 2018 bis März 2019 fällig. Der Stundensatz beträgt nunmehr 76,00 Euro. Der Kilopreis für das Streusalz beträgt weiterhin 14 Cent.  Die Kostenerhöhung wurde als moderat bezeichnet und erhielt einhellige Zustimmung. Das gleiche Votum erhielt die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Illenschwang. Die veranschlagten Gesamtkosten liegen bei etwa 100000 Euro. Der Kauf des Fahrzeugs wird mit voraussichtlich 23000 Euro bezuschusst. Ein entsprechender Antrag auf Gewährung einer Zuwendung wird bei der Regierung von Mittelfranken gestellt. Die beantragte Beweidung einer Streuobstwiesenfläche wurde abgelehnt. Diese negative Entscheidung wurde mit einer großen Feldhasenpopulation begründet. Außerdem soll zu dieser Angelegenheit auch der Jagdpächter angehört werden. Eine Entscheidung zum Antrag das Gemeindewappen in das Logo der Initiative „Umgehungsstraße für Wittelshofen“ aufzunehmen wurde zurückgestellt. Aus der Ratsrunde wurde mehrfach angeführt, dass bei einer Verwendung des Wappens suggeriert werde, die Gemeinde sei Mitglied in dieser Vereinigung. Außerdem habe der Gemeinderat eine Umgehungsstraße mit einer Trassenführung zwischen Wittelshofen und Untermichelbach bereits abgelehnt. Das Gemeindeparlament signalisierte aber, dass man Verständnis für dieses Bürgeranliegen habe. Man werde mit den Verantwortlichen der Vereinigung entsprechende Gespräche aufnehmen und diese bitten, ihre Vorstellungen über einen möglichen Verlauf einer Umgehungsstraße vorzubringen.