WITTELSHOFEN (wo) – Bürgermeister Werner Leibrich eröffnete mit besten Wünschen für das Neue Jahr und dem Appell zur weiteren kontinuierlichen Mit- und Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde die erste Sitzung des Jahres 2019. Ein Novum war die Anwesenheit von elf Zuhörern. Deren Interesse galt wohl in erster Linie dem Tagesordnungspunkt zur Beratung und Beschluss einer Absichtserklärung hinsichtlich einer Ortsumfahrung von Wittelshofen. Die Abhandlung dieser Angelegenheit war zeitaufwendig und war von Pro und Kontras geprägt. Der Rathauschef schilderte zunächst den umfangreichen Planungsablauf eines Straßenbauvorhabens, das von der Beantragung über die Aufnahme in den Verkehrswegeplan, das Planfeststellungsverfahren das Bürgerbeteiligung und Erörterungstermine beinhaltet bis hin zur Ausschreibung und der Verkehrsfreigabe reicht. Eine Zeitdauer von zehn bis 15 Jahren ist dabei zu berücksichtigen, da im Zuge der Umsetzung auch mit Klageverfahren zu rechnen sei. Um Verbesserungen für die hohe Verkehrsdichte herbeizuführen könne man Geschwindigkeitsmessgeräte so genannte Verkehrssmileys oder stationäre Blitzgeräte installieren. Die Initiative habe die Möglichkeit durch Öffentlichkeitsarbeit, dem Austausch von Meinungen mit anderen örtlichen Aktionsgruppen und der Beteiligung am „Tag des Lärms“ die prekäre Situation darzustellen. Schließlich war man sich einig, eine Absichtserklärung mit nachstehendem Inhalt zu beschließen. Die Gemeinde Wittelshofen hält eine Ortsumfahrung von Wittelshofen aufgrund der großen Verkehrsbelastung auf der Staatsstraße 2218 und der innerörtlichen Streckenführung für zwingend erforderlich und spricht sich dafür aus, dass eine derartige Ortsumfahrung in den nächsten Staatsstraßenausbauplan in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird. Der Bürgermeister wird beauftragt, auf den örtlich zuständigen Stimmkreisabgeordneten Manuel Westphal zuzugehen, der bereits erklärt hat, dass er die Gemeinde bei ihrem Anliegen unterstützen wird, damit dieses Ziel gemeinsam erreicht werden kann und mit dem Staatlichen Bauamt Kontakt aufgenommen wird. Der Beschluss wurde mit sieben zu drei Ja-Stimmen verabschiedet. Die Anschaffung einer Maibaumhalterung für den Dorfplatz Wittelshofen nach Vorstellung mehrere Modelle mit einer Gegenstimme beschlossen. Die Kosten betragen ohne Herstellung des Fundamentes rund 5000 Euro. Einstimmig zugestimmt wurde der Teilnahme an der vom Bayerischen Gemeindetag empfohlenen Bündelausschreibung für die Strombeschaffung für die Jahre 20121 bis 2023.  Die Ratsrunde entschied sich für Bezug von Normalstrom. Wegen eines erhöhten Arbeitsstundenanteils für das Angebot zur Auswechslung der Brückengeländer im Ortsteil Untermichelbach seien nach Mitteilung des Auftraggebers Mehrkosten in Höhe von 1155 Euro entstanden. Der Gemeinderat stimmte dem notwendigen Nachtrag mit Erhöhung der Angebotssumme einstimmig zu. Dem vorliegenden Bauantrag zur Sanierung beziehungsweise Erneuerung eines Scheunendaches sowie einem Garageneinbau in eine bestehende Maschinenhalle wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Nach Vorstellung verschiedener Modelle von Buswartehäuschen und eingehender Beratung über eine Anschaffung wurde ein Beschluss vertagt. Den Redebeiträgen war zu entnehmen, dass Gesamtkonstruktionen aus Glas wegen des anfallenden vermehrten Pflegeaufwandes hinsichtlich der Überdachung und der Dachform nicht gewünscht werden. Angeregt wurden vielmehr ein Pultdach mit einer Holz- oder Ziegeleindeckung. Abschließend wurden die Termine für die Bürgerversammlungen im Hauptort Wittelshofen und den Ortsteilen festgelegt.