WITTELSHOFEN (wo) – Ein umfangreicher Informationsteil mit anschließender Beschlussfassung prägte den ersten Teil der Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Werner Leibrich konnte hierzu Barbara Grabner von einem Ingenieurbüro aus Herrieden begrüßen. Die Fachfrau erläuterte verschiedene Möglichkeiten für ein 7700 Quadratmeter umfassendes Gewerbegebiet am nordwestlichen Ortsausgang entlang der Kreisstraße AN 41. Das vorgesehene Areal könne als Misch- oder Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Dabei müsse berücksichtigt werden, Mischgebiete dienen dem Wohnen und der Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören. Zulässig sind beispielsweise Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäude. Einzelhandels-, Gastronomie-, Gartenbau- und im beschränkten Maße auch Gewerbebetriebe sowie Tankstellen und Vergnügungsstätten. In einem Gewerbegebiet sei eine Wohnbebauung wegen verschiedener der Umwelt nicht zuträglichen Einflüssen unzulässig. Nach diesen grundsätzlichen Erklärungen zeigte die Ingenieurin den neun bis 12 Monate dauernden verwaltungstechnischen Zeitablauf bis zur Umsetzung auf. Dieser beginne mit dem Aufstellungs- und Ausstellungsbeschluss der anschließenden Anhörung öffentlicher Belange, der Änderung des Flächennutzungs- und werde mit Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans beendet. Das Ratsgremium plädierte für die Ausweisung eines Mischgebietes und regte an, die Zuwegung in die Mitte des Areals zu verlagern. Das Gremium stimmte bei einer Gegenstimme der Vergabe des Ingenieursplans mit Honorarkosten von 13000 Euro zu. Der zweite Teil des Referats beinhaltete die Erweiterung des Baugebiets Illenschwang mit eventueller Änderung des Flächennutzungsplans (FNP). In diesem Zusammenhang wurde primär der Paragraph 13 b des Baugesetzbuches erörtert. Werden die dort aufgezeigten Möglichkeiten angewandt, müssen keine Ausgleichsflächen bereitgestellt werden oder eine Änderung des FNP erfolgen. Da die Erweiterungsfläche an die Ortsbebauung erfülle man die dort aufgezeigten Kriterien, hieß ergänzend dazu. Ein Beschluss zu dieser Begebenheit wurde wegen den unterschiedlichen Meinungsäußerungen vertagt. Im letzten Infoblock stand die Planung zur Neugestaltung des Dorfplatzes Wittelshofen auf der Agenda. Den Ausführungen der Ingenieurin sollen die Toilettenanlage in fester Bauweise ausgeführt werden. Der Dorfplatz wird einen Strom- und Wasseranschluss erhalten. Als weitere Ausstattungen sind ein Hotspot, eine E-Bike-Ladestation, eine Feuerstelle, ein Fahrradständer sowie ein Basketballkorb vorgesehen.  Weitere Bestandteile der Planungen sind ein befestigter Zeltplatz, eine Spielgerätefläche und ein Wasserspiel an der Sulzach. Das Buswartehäuschen erhält einen separaten Standort. Die Kostenschätzung für den neuen Dorfplatz belaufen sich etwa 272000 Euro.  Es ist eine Bezuschussung von 65 Prozent durch das Amt für ländliche Entwicklung in Aussicht gestellt. Der Gemeinderat stimmte der vorgelegten Planungen einstimmig zu.

 

Fotos:
Sulzach im Vordergrund und die rechts vorbeiführende Hauptstraße sowie der in der Bildmitte zu sehende Sulzachweg begrenzen den neuen Dorfplatz.


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