Tagebuch 2005 Seite 1

 

14.03.2005
Die ersten Bilder des Wittelshöfer Storches 2005
Jetzt können wir nur hoffen, dass der Frühling so schnell wie möglich Einzug hält damit ER (?) ein sehr kräftiger und großer Storch, sich von der strapaziösen Reise kräftigen kann.

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28.03.2005
Nach 14-tägiger Wartezeit konnte der lang ersehnte Partner am Sonntag (27.03.) endlich in die "Flügel" genommen werden.

Interessant wäre, wo kommen sie beide her, wo ist ihre Geburtsstätte, waren sie schon einmal in Wittelshofen? Leider können sie uns darüber keine Auskunft geben denn beide Störche besitzen keine Beringung.

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Kaum angekommen gibt es auch schon Stress. Am heutigen Nachmittag kamen zwei Fremdstörche, die unbedingt das Nest okkupieren wollten. Gemeinsam und mit vereinten Kräften konnte der Gegner in die Flucht geschlagen werden.
Es stellt sich nun die Frage, wer sind die jetzigen Nestbesitzer und wer waren diejenigen, die unbedingt das Nest besetzen wollten.
Die nächste Zeit wird es zeigen, ob sich die jetzigen Nestbesitzer auf dem Kamin der alten Molkerei behaupten können. Nachwuchs wird es voraussichtlich geben, denn die Hochzeit wurde schon desöfteren vollführt :-)

28.03.2005
Nach anfänglichen Turbulenzen rund um das Wittelshöfer Storchennest ist es nun doch etwas ruhiger geworden. Am heutigen Tag  flog noch ein einzelner Neugieriger an das Nest heran, der aber mit vereinzelnten Kräften in die Flucht geschlagen wurde.
Am Nachmittag ging es dann zur gemeinsamen Futtersuche auf den Wiesen unterhalb des Römerparks.

Dort will die Gemeinde Wittelshofen zusammen mit dem Landschaftspflege-verband und dem Lions-Umweltschutzfonds an der der Wörnitzsmühle gegenüber liegenden Flussseite, direkt entlang des Flurbereinigungsweges zum Römerpark, ein Storchenbiotop errichten.
(Quelle FLZ vom 18.März 2005)

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14.04.2005
Seit einiger Zeit brütet das Wittelshöfer Storchenpaar.
Nun können wir nur hoffen, dass im Mai die Jungen schlüpfen und es keine Schwierigkeiten geben wird.
Die Lage rund um den Wittelshöfer Horst ist ruhig und entspannt. Kein Störenfried hat sich wieder blicken lassen.
Hoffen wir, dass es bei der ruhigen Lage bleibt und beide ihr Brutgeschäft in Ruhe ausüben können.

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29.04.2005     

Es wird gebrütet, das Gelege wird gewendet, es wird weiter gebrütet. Das ist der Tagesablauf eines Storches. Ob sich beide Altstörche beim Brüten abwechseln, konnte ich bisher nicht beobachten. Vermutlich wird es aber so sein. Einer der Altstörche fliegt das Nest an, übergibt vermutlich das vom ihm gebrachte Futter, verweilt etwas auf dem Nest um anschließend wieder in Richtung Kirche zu fliegen um neues Futter zu besorgen. Die Hälfte der Brutzeit ist möglicherweise erreicht und es kann in 15-20 Tagen mit Nachwuchs gerechnet werden.
Hoffen wir, das unser Storchenpaar weiterhin in Ruhe ihr Gelege ausbrüten kann und von einem schrecklichen Schicksal wie das des Dinkelsbühler Storchen-paares verschont bleibt.

02.05.2005
Stress über dem Wittelshöfer Nest!
Am Samstag flog ein einzelner Storch auf das Wittelshöfer Nest zu und stiftete Unruhe. Der Alte trieb den Störenfried aus dem Wittelshöfer Gebiet hinaus und kam mit lautem Geklapper auf sein Nest zurück.
Am Sonntag das gleiche Spiel. Diesmal waren es zwei Fremdstörche die zuerst weit über dem Nest kreisten als einer der beiden Störche auf das Nest zustieß und auf dem Nest landen wollte. Beide Wittelshöfer konnten den Eindringling erfolgreich vertreiben. Der Wittelshöfer Altvogel flog den beiden Fremden hinterher.  Lange Zeit kreisten sie in sehr großer Höhe und flogen langsam in Richtung Weiltingen davon.
Nach langer Beobachtung konnte ich nun feststellen, dass sich beide Altvögel bei der Brut ablösen. Bisher klappt alles wunderbar wenn nicht die zwischenzeitlichen Störungen wären.

11.05.2005
Nach einigen Beobachtungen, kann davon ausgehen, dass das Wittelshöfer Storchenpaar Nachwuchs bekommen hat. Seit ca. 2 Tagen steht der auf dem Nest verweilende Altvogel auf, wenn der Partner mit Futter ankommt um die evtl. im Nest vorhandenen Jungen zu füttern. Den Rest des am Boden des Nestes liegenden Futters wird anschließend wieder aufgenommen und selbst verwertet.
Diese Indizien deuten eigentlich auf Nachwuchs hin. Leider kann man nicht in das Nest hineinschauen. Hoffen wir auf einen guten Verlauf der Aufzucht.
Bilder wird es dann geben, sobald die Jungen über das Nest hinaus schauen können.

17.05.2005
Nun ist es sicher, das Wittelshöfer Storchenpaar hat Nachwuchs.
Nach langer Beobachtung mit dem Fernrohr, konnte ich mindestens ein Küken erblicken.
Da sie kaum über den Nestrand blicken können, war es Zufall, dass vermutlich das Erstgeborene den Kopf nach oben zum Altstorch reckte. Es wird noch eine Weile dauern, bis die Anzahl und die ersten Aufnahmen veröffentlicht werden können.

24.05.2005
Jetzt sind es schon zwei Jungen, die ihre Köpfe über den Nestrand streckten.
Wie viel werden es letztendlich sein?
Die Storcheneltern füttern und pflegen ihre Jungen vorbildlich.
Um einmal die Größe von ca. 80 cm und bis zu 4,5 kg ihrer Eltern erreichen zu können, benötigen die Küken einiges an Futter. Dieses müssen die Storcheneltern fast ununterbrochen herbeischaffen. Damit sie die großen Mengen an Nahrung, die er für seine Jungen benötigt, besorgen kann, hat er einen relativ großen Speiseplan. Von Eidechsen, Fröschen, Insekten, Schlangen und einiges anderes Getier reicht sein Essensplan. Auch Ratten, Mäuse oder sogar tote Tiere stehen auf dem Plan. Wollen wir hoffen, das die Storcheneltern weiterhin genügend Nahrung finden um den Hunger der Kleinen zu stillen und das kein Fremdling das Nest stören wird.

26.05.2005
Aufregung im und um das Wittelshöfer Storchennest.
Gleich 4 Fremdlinge kreisten über dem Nest und zwei von ihnen ließen sich zeitweilig auf dem Rathausdach nieder und provozierten die Wittelshöfer Störche.
Bange Minuten standen an. Werden die Angreifer die Alten vertreiben und evtl. die Jungen töten?
Eine Weile kreisten sie noch hoch über Wittelshofen und flogen dann später wieder davon. Die Storchenfreunde, die das mit ansahen, konnten wieder aufatmen. Heute  ist es wieder gut ausgegangen. Beide Altvögel verharrten auf ihrem Nest und beklapperten nach dem Wegflug der ungebetenen Gäste ausgiebig den Erfolg. Nach einer Weile begab sich einer der Altvögel wieder zur Futtersuche und der andere Altvogel konnte sich wieder seinen Küken zuwenden und sie beruhigen.  Wollen wir hoffen, dass es immer so glimpflich ausgeht.
Aufnahmen von den Jungen sind leider noch nicht möglich.