Tagebuch 2006 Seite 2

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09.05.2006
Der Familie Storch geht es ausgezeichnet. Herrliches Wetter, Nahrung ist vermutlich auch reichlich vorhanden. Zum Glück fehlt nur der Nachwuchs.
Ob dieser nun eingetroffen ist, kann leider noch nicht definitiv festgestellt werden denn die Höhe des Kamins lässt keinen direkten Einblick auf den Horstboden zu.
Wir müssen uns noch so lange gedulden, bis das erste Junge einen neugierigen Blick über den Nestrand wagt.
Zum Trost einpaar neue Bilder mit der neuen Kamera.

11.05.2006
Nach langer Beobachtung konnte ich heute das erste Junge beobachten als es von einem Altvogel gefüttert wurde. Wie viele Küken sich im Nest befinden, konnte ich leider bei dieser Entfernung, trotz Spektiv, nicht feststellen. Beide Altvögel wechseln sich in der Brutbetreuung und in der Nahrungssuche regelmäßig ab. Es ist schön zu sehen, wie der eine Altvogel den anderen ablöst um das Futter für den oder die Kleinen zu sammeln.
Ich hoffe, dass ich bald Bilder von den oder die Küken bekommen kann.

15.05.2006
Wiederum nach langer augenverderbender Beobachtung, konnte ich nun zwei Küken erkennen. Bleibt es bei diesen beiden? Mal sehen!
Nach jeder Fütterung säubern die Altvögel sehr gründlich den Horst von Futterresten oder altem Nistmaterial. Es ist schön anzusehen wie die Altvögel so reibungslos und harmonisch ihre Aufzucht wahrnehmen. Wie ein altes erfahrenes Ehepaar 🙂

15.05.2006
Heute blickte auch das Kleinste über den Nestrand. Bei den Fütterungen ragten drei Köpfe mehr oder weniger in die Höhe um den kommenden Altvogel zu begrüßen und zum „Hergeben“ des Futters zu animieren. Bleibt es bei dieser Anzahl der Jungen, wir werden sehen!
Leider ist immer noch nicht möglich Aufnahmen von den Kleinen zu zeigen.

21.05.2006
Kleine Aufregung über dem Wittelshöfer Storchennest.
Zwei Störche kreisten eine Weile über dem Horst und beäugten die Wittelshöfer Storchenfamilie. Ruhig und gelassen, ohne weiteres Gezeter, jedoch mit  drohendem Geklapper, beobachteten die Altstörche die zwei Besucher.  Nachdem die beiden wohl genug gesehen hatten, flogen sie wieder weiter ihres Weges.
Einer der Altvögel stieg danach in die Luft und beobachtete noch eine Weile den Wittelshöfer Luftraum um sich dann anschließend seiner wichtigsten Aufgabe zu widmen, nämlich der Futtersuche.

Leider immer noch keine Bilder der Jungvögel möglich.

Hier Bilder von einem der vielen Wachablösungen!

Das Futter wird gebracht und sogleich den Küken angeboten. Nach einer kurzen Weile geht der andere Partner auf Futtersuche und der dagebliebene umsorgt seinen Nachwuchs. Nachdem die Kleinen wohl satt sind, widmet sich der Altstorch seinem Gefieder um es ordentlich zu putzen. Danach heißt es warten auf den Partner, der wiederum ordentlich Futter mitbringt, um es seinen Jungen anzubieten.

23.05.2006
Endlich, die ersten Bilder des Nachwuchses!
Das älteste Küken hat wohl den meisten Mut über den Nestrand zu schauen. Die anderen beiden trauen dem da unten doch nicht so ganz.

Wie häufig am Tag wechseln sich beide Altvögel beim Bewachen und Futterholen ab. Der eine Altvogel kommt und der andere verlässt kurz darauf den Horst um  in der Nähe nach Futter zu suchen.

02.06.2006
Das regnerische und kühle Wetter ist nicht gut für die Familie Storch. Die Küken müssen immer warm und trocken gehalten werden denn die Nässe ist schlecht für die kleinen Körper. In den letzten Tagen konnte ich auch kaum ein Küken entdecken da sie immer von einem der Altvögel zugedeckt wurden um sie vor der Witterung zu schützen.

Wollen wir hoffen, dass sich das Wetter bald ändert!

Seit längerer Zeit ist wieder einmal ein Besucher über Wittelshofen gekreist, der auch sofort wieder von einem der Altstörche vertrieben wurde.

Hier weitere Bilder der Familie Storch.

06.06.2006
Leider ist ein Küken tot!
Dr. Förster rief mich heute an, dass ein Küken tot am Eingang des Jugendraumes liegen würde. Jugendliche hätten es schon vor zwei Tagen dort liegen sehen.

Nach der Größe zu beurteilen, kann es sich nur um das jüngste Küken handeln, denn die anderen beiden Jungen sind um einiges größer und schwerer.

Ich barg das tote Küken und brachte es zu Heinz Kümpflein (Gemeindemitarbeiter) mit der Bitte das tote Küken anzunehmen. Er wird das Küken begraben. Vielen Dank Heinz.

Schon am 02.06. (siehe oben), konnte ich immer nur zwei der Küken beobachten aber das ist nichts ungewöhnliches, denn wie oft schaut nur einer mal über den Nestrand.

Hier die Bilder des toten Jungen.

06.06.2006
Alles was über die Anzahl der Küken von mir geschrieben wurde muss heute revidiert werden, denn es waren keine DREI sondern VIER Küken geschlüpft.
Heute konnten wir eindeutig drei Jungvögel beobachten, aber nur von meiner Terrasse aus und mit einem Spektiv. Direkt am Horst sind diese Beobachtungen leider nicht möglich da der Kamin zu hoch und die Jungvögel sich noch nicht so nah an den Nestrand bewegen.
Durch das schlechte Wetter, wie oben schon beschrieben, konnte die Anzahl der Jungvögel nicht eindeutig bestimmt werden. Nun ist der letzte Zweifel ausgeräumt und wir haben drei wunderschöne große Jungvögel die jetzt schon so gefiedert sind wie die Altvögel.
Wir haben nun die gleiche Konstellation wie im letzten Jahr. Vier Küken und eines davon, das Jüngste, ist tot.
Nun können wir nur hoffen, das es nicht so ausgeht wie im letzten Jahr.

Heute konnte ich das erste Mal beobachten, wie ein Altvogel die Jungen für eine ganz kurze Zeit alleine ließ (ca. 1 min). Nach dieser kurzen Zeit kam auch schon der nächste Altvogel um das schon erwartete Futter zu bringen. Dieses wurde mit Freude entgegengenommen und verschlungen. Nach der Malzeit legten sich alle, gemeinsam, auch der Altvogel, zu einem Mittagsschläfchen hin. Damit konnte ich meine Bebachtung beenden.

Hier noch einige Bilder.

06.06.2006
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