Tagebuch 2006 Seite 4

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18.07.2006
Die ersten Bilder der Familie Storch beim gemeinsamen Frühstück.

Seit einigen Tagen sind die Jungstörche auf Tour. Aber leider war es mir  nicht gelungen, die Jungstörche beim Verlassen des Nestes zu beobachten.
Tagsüber konnte ich die Jungen nur auf dem Nest sitzend sehen. Sie werden weiterhin von den Altvögel fleißig gefüttert. Heute früh um 08:00 war das Nest leer
und ich konnte sie auf der Wiese unterhalb ihres Nestes, nahe der Sulzach, beobachten wie die gesamte Familie ihr Frühstück einnahm. Eines der Jungvögel hatte einen prächtigen Frosch im Schnabel und zeigte ihn wohl stolz seinen Geschwistern.
Ein Altvogel zeigte einer Katze, die ganz in der Nähe nach Mäusen suchte, wer der Chef auf dem Platz ist und verscheuchte sie erfolgreich mit lautem Geklapper.
Wie schon beobachtet wurde, verlassen die Jungen nur morgens in der Frühe ihr Nest um dann anschließend den ganzen Tag auf ihrem Nest zu verbringen.
Warum sie am Tage das Nest nicht verlassen, ist ein Rätsel. Vielleicht deshalb, weil die Alten die Jungen immer noch so verwöhnen!

Wie es weitergeht, werden wir in den nächsten Tagen sehen.

Die neuesten Bilder:

10.08.2006
Die Jugend ist ausgeflogen!

Seit einer Woche sind die Jungstörche nicht mehr in Wittelshofen gesichtet worden. Vermutlich haben sie sich anderen Jungstörchen angeschlossen und bereiten sich nun auf den weiten Weg gen Süden vor.

Die beiden Altvögel gehen noch gemeinsam auf Nahrungssuche und verbringen die Nacht auf ihrem Nest. Auch sie werden sich bald auf die lange Reise machen.

Beide haben ihre Aufgaben hervorragend erfüllt und könnten, menschlich gesehen, stolz auf das sein, was sie in den vergangenen Monaten vollbracht haben.

18.08.2006
Vier Fremdstörche überflogen das Wittelshöfer Nest um in der Nähe nach Nahrung zu suchen. Sie flogen weiter in Richtung Dühren um auch dort Nahrung aufzunehmen.
Zwei der Vögel waren beringt. Einer war mit einem silbernen Ring oberhalb des rechten Beingelenks beringt und der zweite Altstorch mit einem sehr hellen Ring oberhalb am rechten Bein aber unterhalb des Gefieders als ob er dort eingewachsen wäre. Die Wittelshöfer Altvögel begleiteten sie bis nach Dühren.

Leider gelangen mir keine näheren Aufnahmen, da sie es mir nicht erlaubten.

Hier einige Bilder.

18.08.2006
Der verletzte Wittelshöfer Jungstorch vom letzten Jahr
(siehe Bericht Tagebuch 2005) wurde wieder ausgewildert. Er wird dieses Jahr ebenfalls die Reise in den Süden antreten können.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Strochenauffangstation Storchenscheune in Bornheim. (Ich habe mich nochmals per Telefon bei Herrn Klaus Hünerfauth für die Unterstützung und Pflege des Jungstorches bedankt)

22.08.2006
Wittelshöfer Altstörche genießen die letzten Tage gemeinsam auf ihrem Nest.
Auch sie werden in den nächsten Tagen die weite Reise antreten und sich aus Wittelshofen verabschieden. Vielleicht bis zum nächsten Jahr.

Abschlußbericht nach der Abreise der beiden Altstörche.

05.09.2006
Das Storchennest ist leer!

Nun haben auch die Altstörche Wittelshofen verlassen um im Süden den Winter zu verbringen.

Das Jahr 2006 war das bisher erfolgreichste Jahr seit 2000.

Kein verletztes Storchenjunge (Leider wurde auch in diesem Jahr das schwächste Küken aus dem Nest geworfen), keine Horstkämpfe, keine Stürme, die die Jungvögel aus dem Nest warfen. Nichts von alledem!!

Drei Jungstörche konnten in diesem Jahr die große Reise antreten.
Es war nicht einfach für die Storcheneltern. Der lange Winter, dann der lange kalte Regen. Das Futter war knapp.
Nur die alten erfahrenen Storcheneltern konnten unter diesen schweren Bedingungen ihre Jungen ohne große Verluste aufziehen.

Freuen wir uns über dieses gelungene Storchenjahr, freuen wir uns auf das kommende Jahr mit der Hoffnung, dass es wieder so gelingen wird.

Damit schließe ich das Storchentagebuch 2006, mit der Hoffnung, dass Ihnen die Informationen rund um das Wittelshöfer Storchennest gefallen haben.

Ihr Horstbetreuer
Hansjürgen Wölfinger