Tagebuch 2006

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20.03.2006
Der erste Storch (unberingt) ist angekommen.
Anwohner sahen ihn am Sonntag, wie er versuchte auf den Kamin zu landen.
Erst nach einigen Versuchen klappte es doch und er konnte sich auf sein Nest niederlassen.
Viel Arbeit wartet auf ihn und seine(n) Partner(in). Das Nest ist vom letzten Sturm 2005 sehr verwüstet und bedarf dringend einer Generalüberholung.

Jetzt warten wir und er auf den zweiten Storch, der wohl in den nächsten Tagen eintreffen wird.

Hier die ersten Bilder.

25.03.2006
Der Partner des Wittelshöfer Storches ist heute eingetroffen.
Friedlich und vereint stehen sie nebeneinander und putzen ihr schmutziges Gefieder. Auch der Partner ist unberingt! Vielleicht ist es das gleiche Paar vom letzten Jahr: Ohne Beringung ist dies leider nicht möglich aber auszuschließen ist es nicht.

28.03.2006
Die ersten, leider schlechten, witterungsbedingten Bilder, vom Wittelshöfer Storchenpaar.
Die ersten Ausbesserungsarbeiten am Nest sind angelaufen aber wer hat schon Lust bei solch einem Wetter Nest zu bauen. Deshalb ist Nahrungssuche angesagt oder auf dem Nest ausruhen.

Die kommenden Wochen werden mit Spannung erwartet. Wird es wieder Nachwuchs geben, bleiben diesmal alle von Verletzungen verschont und.. und.. und..
Hoffen wir auf besseres Wetter und bessere Bilder!

29.03.2006
Leider war heute wieder so ein verregneter Tag der keine befriedigende Bildaufnahme zuließ.

Unser Storchenpaar ließ sich von dem unfreundlichen Wetter nicht irritieren und gemeinsam versuchten sie das doch sehr ramponierte Nest in eine ansprechende Form zu bringen.
Zwischen den Aufräumarbeiten wurde das Hochzeit feiern natürlich nicht vergessen. Dann ging es getrennt zur Nahrungssuche.
Der natürliche Tagesablauf der beiden Altstörche wird durch nichts unterbrochen.
Störenfriede wurden zurzeit und zum Glück keine gesichtet aber das kann ja noch kommen.

Wollen wir hoffen, dass die Beobachtung unserer gefiederten Gäste wie in den letzten 5 Jahren wieder spannend werden wird.

01.04.2006
Das Storchenpaar hatte schon fleißig ihr Behausung repariert als der gestrige Sturm die ganze Arbeit zunichte machte. Aber ein Storch lässt sich so schnell nicht entmutigen und beide machten sich sofort wieder an die Arbeit.

Wie geht es nun weiter ?:
Nach der Paarung legen die Weibchen meist 2 bis 7 Eier die ca. 110 g schwer sind.
Abwechselnd werden die Eier von beiden Partnern bebrütet. In etwa 32 Tagen schlüpfen dann die höchstens 80 g winzigen Jungstörche die bereits nach wenigen Stunden mit ihren Eltern um die Wette klappern.
Aber bis dahin ist noch viel Zeit.

Wollen wir hoffen, dass es auch so kommen wird!

Hier weitere Bilder:

Das Storchenbiotop das im letzten Jahr von der Gemeinde errichtet wurde, ist zurzeit mit Wasser gefüllt. Einige Enten haben sich diesem angenommen und schwimmen offensichtlich vergnügt umher.

Unseren Störchen erwartet in diesem Biotop hoffentlich ein vielseitiger Menüplan.
*So ein ausgewachsener Storch benötigt am Tag ca. 500 bis 700 g Nahrung.
Dies entspricht ungefähr 16 Mäusen oder 500 bis 700 Regenwürmern.
Muss er außerdem noch eine Storchenfamilie mit zwei Jungstörchen ernähren, so ist er sehr lange unterwegs um die benötigten Nahrungsmengen zusammenzusuchen.
Ein Jungvogel braucht für einen kurzen Zeitraum bis zu 1.600 g Nahrung pro Tag. Dass bedeutet, dass der tägliche Nahrungsbedarf einer ganzen Storchenfamilie bei etwa 4.600 g liegt. Um so wichtiger ist es für unsere Störche, dass sie sich in direkter Umgebung des Nestes auf Nahrungssuche begeben können.

(* Quelle “Der Weissstorch” NABU)

07.04.2006

Seit Mittwoch 07.04. sitzt ein Partner (vermutlich Weibchen) permanent auf dem Nest. Vermutlich legte sie die ersten Eier und brütet sie aus.

Der Partner indes sucht beharrlich und auch sehr erfolgreich, in dem Gebiet zwischen Römerpark und Kirche St. Martin, nach Nahrung.
Ich konnte beobachten, dass er sehr viele Regenwürmer und Kleingetier fangen konnte.

Für das Wochenende ist schönes Wetter angesagt. Da freuen sich nicht nur unsere Störche.

12.04.2006
Gehen wir davon aus, dass die Eiablage beendet ist. Wie üblich begann das Storchenweibchen sofort mit der  Bebrütung. Ab und zu steht sie zwischendurch auf und schaut nach dem Rechten, während das Männchen weiter Nistmaterial und Nahrung heranschafft, ihr die mitgebrachte Beute liebevoll auf den Nestboden ablegt. Nach einer weiteren Kopulationen geht es wieder weiter auf Nahrungssuche.
Ich werde den Verdacht nicht los, dass es unser Storchenpaar vom letzten Jahr sein kann. Zumindest ein Paar, dass sich bereits kennt und welches hier schon einmal gebrütet hat. Diese Ruhe und Professionalität hatte genau das gleiche Paar 2005.
Bisher geht es so friedlich über und um den Nest zu, dass man zuweilen denken könnte, na, kommt da vielleicht noch was? Der größte Störenfried ist immer noch das scheußliche Wetter.

Wenn nun das letzte Ei gelegt ist und alles “planmäßig” verläuft, können wir etwa ab dem 09. Mai mit dem Schlüpfen des ersten Kükens rechnen.
Drücken wir die Daumen!

27.04.2006
Alles wirkt ruhig und gelassen im Wittelshöfer Storchennest. Keiner stört, nur das Wetter spielt nicht so richtig mit. Trotzdem lassen sich unsere gefiederten Freunde nicht aus der Ruhe bringen. Es wird gebrütet, das Gelege wird in regelmäßigen Abständen gedreht, Nahrung besorgt, so, wie es sein muss. Es geht alles seinen Weg!