Tagebuch 2008 Seite 4

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09.08.2008
Altstörche sind nun alleine!

Nachdem die Jungstörche das Nest und ihre Umgebung verlassen haben, sind die Altstörche alleine. Sie übernachten wieder auf dem Nest und bleiben noch eine Weile um dann vielleicht auch gen Süden zu fliegen. Ob wieder ein Altstorch den Winter in Wittelshofen verbringt bleibt abzuwarten.

Die Jungstörche, die sich zu großen Gruppen sammeln, werden in den nächsten Tagen den langen Weg gen Süden antreten. Ob sie nach Afrika oder nach Spanien fliegen bleibt leider ihr Geheimnis.

 

20.08.2008
Altstörche ruhen sich aus und machen es sich gemütlich!

Beide Altstörche gehen bei der Futtersuche sehr oft getrennte Wege um dann gemeinsam auf dem Nest sich der gegenseitige Federpflege behilflich zu sein.

Nachdem die Jungen das Nest und Wittelshofen verlassen haben gehen es die beiden Altvögel sehr ruhig an. Ob sie sich ebenfalls für die Reise gen Süden entschließen? Wir werden sehen.

Bilder der Entspannung:

22.09.2008
Nur noch ein Altstorch auf dem Wittelshöfer Storchennest!

Seit dem 14.September ist auf dem Wittelshöfer Storchennest nur noch ein Altstorch zu sehen. Ob auch er gen Süden fliegt ist noch offen.
Womöglich ist es der gleiche Altvogel, der wie im letzten Jahr, in Wittelshofen überwintern wird. Wir werden sehen.

Experten vermuten, dass einige Zugvögel nicht mehr ihre gewohnten Plätze in Afrika oder Spanien anfliegen, sondern in unseren Regionen überwintern.

Die Klimaveränderung macht es möglich. Ob und wie weit es sich für uns und die Zugvögel auswirkt, bleibt abzuwarten.

Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben festgestellt, dass Anzahl und Anteil der Langstreckenzieher bereits dramatisch zurückgegangen sind. Eine weitere Abnahme steht zu erwarten.

Die Langstreckenzieher unter den Zugvögeln, die Europa im Herbst verlassen und südlich der Sahara im tropischen Afrika überwintern, sind durch die globale Klimaveränderung stark bedroht. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben festgestellt, dass infolge der wärmeren Winter in der Bodenseeregion sowohl Anzahl als auch Anteil der Langstreckenzieher wie Rauchschwalbe, Wendehals oder Gartenrotschwanz dramatisch abgenommen haben. Gleichzeitig nahmen Zahl und Anteil von Kurzstreckenziehern, die im Mittelmeerraum überwintern, und Standvögeln zu. “Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass die zunehmend wärmeren Winter für die Langstreckenzieher eine größere Bedrohung darstellen als für andere Vogelgruppen”, schreiben Nicole Lemoine und Katrin Böhning-Gaese in der neuen Ausgabe von “Conservation Biology”.

So nehmen auch unsere Störche oft nicht mehr diesen langen Weg nach Südafrika in Angriff, sondern überwintern in Nordafrika in Südspanien oder wie einige in unserer Region, überwintern sie auf ihrem Horst.

Das Zugverhalten hat sich gewaltig verändert.

04.10.2008
Das Wittelshöfer Storchennest ist leer!

Seit einigen Tagen ist das Wittelshöfer Storchennest verwaist. Unser  Altvogel hat sich vermutlich einigen anderen Störchen angeschlossen die sich hier in der Nähe aufhalten. So gesehen am Donnerstag auf einer Wiese in Ruffenhofen. Dort suchten fünf Störche nach Nahrung. Ob sie in unserer Region überwintern bleibt abzuwarten.
Für Beobachtungen wäre ich sehr dankbar. Bitte schreiben Sie mir oder in das Gästebuch.

Vielen Dank.

15.10.2008
torchengemeinschaft

Seit einiger Zeit gibt es eine Storchengemeinschaft in Wittelshofen und Umgebung.
Fünf Störche stehen gemeinsam auf einer Wiese in Ruffenhofen. Sie suchen nach Futter, pflegen ihre Federn oder stehen einfach nur rum.
Einer davon könnte der Wittelshöfer Altstorch sein. Ab und zu lässt er sich für einige Minuten auf seinem Nest blicken um dann wieder zu seiner Gemeinschaft zurückzukehren. Noch ist es eine Vermutung.

Ob sie beringt sind, konnte ich leider noch nicht feststellen.

Hier ein Bild der Fünferbande:

 

23.10.2008
Storchengemeinschaft dezimiert!

Die Storchengemeinschaft war am heutigen Tag nicht ganz vollständig, denn es waren nur zwei der fünf Störche an der gewohnten Stelle am Rande Ruffenhofens zu sehen. Der Wittelshöfer Storch saß auf seinem Nest und pflegte sein Gefieder.
Wo sich der Rest der Zweckgemeinschaft aufhält, ist leider nicht bekannt.

Es wäre interessant, ob sie gemeinsam überwintern. Wir werden sehen.

Hier einpaar Bilder.

13.11.2008
Storchentagebuch 2008 abgeschlossen!

Nach einem relativ ruhigem aber leider durch den Tod eines Storchenjungen unerfreulichen Storchenjahr, wird das Storchentagebuch 2008 geschlossen.

Nach vier geschlüpften Küken blieben leider nur zwei der Jungen übrig, die auch den Flug gen Süden antreten konnten.

Wollen wir hoffen, dass wir uns im nächsten Jahr wieder auf Storchennachwuchs freuen können und, wollen wir weiter hoffen, dass KEIN liegen gelassenes Verpackungsmaterial unachtsam auf den Wiesen umherliegen wird.

Die fünf Störche, die im Raum Ruffenhofen einige Tage zu sehen waren, sind wohl weitergezogen denn sie wurden seit einigen Tagen nicht mehr gesichtet.

Der Wittelshöfer Altstorch kehrt jeden Tag auf sein Nest zurück und wird, wie im letzten Jahr, nicht gen Süden fliegen sondern bei uns überwintern. Wünschen wir ihm wenig Schnee und viel Nahrung.

Ich wünsche allen Storchen- und Tierfreunden eine gute Zeit und verbleibe bis zum nächsten Storchentagebuch 2009.

Ihr
Hansjürgen Wölfinger