Tagebuch 2009 Seite 3

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29. Mai 2009

Beringung der Jungstörche

Am Freitag gegen 13.00 Uhr wurden die Wittelshöfer Jungstörche von Thomas Ziegler beringt.

Bervor es mit der Beringung losgehen konnte, flog ein Fremdstorch, von Gerolfingen auskommend, über das Nest und unsere Altstörche drohten und klapperten was das Zeug hielt den Überflieger an. Er machte auch keinen Streß und flog in Richtung Weiltingen weiter.

Wie jedes Jahr war es ein herrliches Erlebnis die Jungen und die Alten beim Beringen zu beobachten. Die Freiwillige Feuerwehr Dinkelsbühl stellte wie jedes Jahr die Gerätschaft zu Verfügung. Fritz Hirsch hievte den Korb langsam aber stetig nach oben. Als der Altvogel uns sah, verließ er unter Protest sein Nest. Die Jungen lagen regungslos auf dem flachen Nest und ergaben sich ihrem Schicksal. Wohlgenährt aber schmutzig sahen sie uns an. Das Nest war sehr sauber aber es lagen unter dem Nestmaterial Schlingen, welche einem Jungvogel im letzten Jahr zum Verhängnis wurden, im Nest. Thomas Ziegler entfernte sie und säuberte das Nest von kleinem Unrat.

Jetzt ging es an die Arbeit. Thomas Ziegler nahm die Ringe mit den Nummern A7584, A7585, A7586 und A7587 und legte sie mit geübter Hand um die dünnen Beine der Jungstörche.
Ohne sich nur einen Millimeter zu berwegen, ließen sie die Prozedur über sich ergehen.
Jedes andere Tier würde sich vehement wehren aber Jungstörche stellen sich einfach tot. Ideal für den Beringer.

Nach der Beringung konnten wir noch einige Blicke auf die beiden Altstörche, die aufgeregt über und um das Nest kreisten, werfen. Dann ging es die 32m wieder nach unten denn Thomas Ziegler hat noch einen schweren Tag vor sich. Andere Jungvögel warten schon aufgeregt auf ihn.

Bilder von Erika Taggart und Hansjürgen Wölfinger

 

13. Juni 2009

Die ersten Flügelübungen

Nach dem Stress der Beringung und den anhaltenden stürmischen Winden der letzten Tage, konnten sich die Jungstörche mal so richtig breit machen. Die Flügel wurden gestreckt und gedehnt und man konnte sehen, wie groß sie doch geworden sind. Die Flügelspanne ist jetzt schon enorm. Bald werden die ersten Flugübungen folgen und der Tag an dem sie das Nest verlassen rückt immer näher.
Wollen wir hoffen, dass das Wetter noch hält und die Jungen vor weiteren Stürmen verschont beliben.