Tagebuch 2010 Seite 2

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10. Mai 2010

Zwei Jungvögel sind im Nest.

Nachdem am gestrigen Tag die Sonne zeitweise am Himmel zu sehen und auch zu spüren war, konnte man zwei Jungvögel deutlich sehen. Obwohl ich denke, einen weiteren gesehen zu haben aber bestätigen möchte ich es noch nicht. Leider ist das Wetter so mies, dass der Altvogel sehr selten und auch nur kurz sich von den Jungen erhebt und das Nest säubert.

Sonst ist alles ruhig rund um das Wittelshöfer Storchennest.

13. Mai 2010

Drei Jungvögel sind im Nest.

Mehr werden es wohl nicht mehr werden. Nach langer Beobachtung konnte ich diese drei Jungestörche ausmachen. Sie werden abwechselnd von den beiden Altstörchen sehr liebevoll versorgt und behütet. Ab und zu können sich alle von dem Regen und dem kalten Wind in der Sonne erwärmen, die sich leider nur sehr selten sehen lässt.

Hoffentlich wird es bald wärmer und die Jungen wachsen rasch. Die Beringung wird auch bald anstehen. Den Termin gebe ich noch bekannt.

Bis bald wieder.

23. Mai 2010

Die ersten Bilder der Jungstörche.

Endlich, das Wetter war gut und die Jungstörche haben sich über den Nestrand blicken lassen. Der älteste der Dreierbande übt und stärkt schon fleißig seine Brustmuskulatur.

Paul und Josefinchen wechseln sich bei der Nahrungssuche und der Bewachung der Kleinen sehr routiniert ab. Beide sind wirklich sehr erfahrene Eltern. Schade, dass man nicht erfahren kann, ob es sich um das alte Paar vom letzten Jahr handelt.
Zum Glück hat das schlechte Wetter unseren Jungstörchen nichts ausgemacht. Sie haben sich prächtig entwickelt.

Nun aber die ersten Bilder:

27. Mai 2010 

Die Beringung der Jungstörche durch Thomas Ziegler startet am Freitag 28. Mai um 17:45 Uhr.

Zuschauer sind willkommen!

28. Mai 2010 

Beringung der Jungstörche

Bei sehr windigem Wetter und schlechten Lichtbedingungen wurden unsere Jungstörche durch Thomas Ziegler beringt.

Die Dinkelsbühler Freiwillige Feuerwehr mit den Herren Pfanz und Kamm steuerten die Leiter mit dem Korb nach oben zu dem schon wartenden Altvogel. Als er uns erblickte flog er schon weg und ließ seine Jungen ihrem Schicksal. Das Schicksal war Thomas Ziegler und meine Wenigkeit. Als wir nah genug am Nest waren, kam uns der älteste der Jungen mit Fauchen und Geschrei auf uns zu und biss nach Zieglers Hand. Das hatte ich noch nie erlebt. Sonst liegen die Jungen, so auch die anderen zwei, ruhig auf dem Nest und stellten sich tot. Aber dieser kleine tapfere Angeber wollte sein Nest, sein Leben und vielleicht auch seine Geschwister vor dem Angreifer und Störenfried schützen. Aber er hatte mit Thomas Ziegler nicht gerechnet. Routiniert griff Ziegler zu und kaum hatte dieser kleine Kerl sich umgesehen war der Ring mit der Nummer A9025 an seinem Bein. Die anderen beiden waren ebenso schnell beringt. Sie bekamen die Nummern A9026 und A9027

Der eklige kalte Wind und das schlechte Wetter ließ uns nicht lange verweilen und so holte uns Herr Pfanz wieder nach unten auf den sicheren Boden.

Es war wieder ein schönes Erlebnis die Jungen Wilden, eigentlich war es nur einer, einmal ganz nah zu sehen.

Leider waren gerade mal sechs Zuschauer gekommen. Schade, sie haben eine tolle Gelegenheit verpasst.

Vielen Dank an Thomas Ziegler und der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelsbühl mit den Herren Pfanz und Kamm.

Die Bilder sind leider nicht sehr schön.