Tagebuch 2013 Seite 3

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26. April

Seit einer Woche war ich auf der Lauer. Nun endlich. Heute haben zwei Küken über den Nestrand geschaut.

Die Storcheneltern wechseln sich bei der Nahrungssuche ab und betreuen die Küken vorbildlich.

Wieviel Nachwuchs wird es noch geben? Warten wir es ab.

Bilder vom Nachwuchs sind natürlich noch nicht zu erwarten.

Ab und zu versuchen Fremdstörche die Alten zu ärgern aber das wird schnell unterbunden und sie ziehen wieder weiter.

Nun heißt es wie immer, ABWARTEN!

05.Mai

Heute war endlich wieder einmal ein schöner sonniger Tag. Zu diesem schönen Tag kam noch eine schöne Überraschung dazu.

Nach langer Augenermüdender Beobachtung konnte ich zuerst drei und dann vier Küken entdecken. Nachdem ein Altvogel das Futter brachte, ragten vier dünne Hälse über dem Nestrand.

Es war ein schöner und überraschender Anblick. Nach diesem schlechten Wetter bin ich nicht davon ausgegangen, dass es doch vier Küken werden würden. Umso überraschender war der Anblick.

Jetzt macht es noch mehr Spaß zuzusehen, wie sie langsam größer werden und ich hoffentlich die ersten Bilder veröffentlichen kann.

10. Mai
Ein Küken ist tot.
Heinz Kümpflein fand es heute unterhalb des Nestes in der Regenrinne liegen.

So wie es aussieht, war es das kleinste Küken. Man sieht, dass es noch keine Federn hat.

Am Mittwoch sah ich noch vier Küken. Die ich sah, sind viel größer, haben weiße Federn und sind über das doppelte größer. War es vielleicht das fünfte Küken?

Vielleicht kann ich heute mehr erfahren.

Das tote Küken.

14. Mai
Meine Vermutung hat sich bestätigt.
Es war wirklich das fünfte Küken welches aus dem Nest geworfen wurde.

Heute konnte ich deutlich vier Jungstörche im Nest beobachten. Es sind gut ernährte und große Jungstörche.

Die Altvögel lassen die Jungen kurz alleine im Nest.

Jetzt wollen wir hoffen, dass alle gut durchkommen.

19. Mai
Heute gelangen mir die ersten Bilder der Jungstörche. Leider waren nur drei zu sehen. Es ist nicht einfach unterhalb des Nestes gute Bilder zu erwischen.

Die Jungen wachsen und gedeihen sehr gut. Die Storcheneltern kümmern sich, wie sollte es auch anders sein, sehr rührend um ihren Nachwuchs.

Schade, dass es im Dinkelsbühler Horst zu solcher Tragödie gekommen ist.

 

28. Mai
Nach den letzten sehr verregneten und kalten Tagen ließen sich die Jungstörche mal wieder über den Nestrand blicken.
Leider kann ich nur noch zwei der vier Jungstörche erkennen.
Nachdem ich heute die Umgebung rund um das Storchennest abgesucht und keine toten Störche gefunden habe, bleibt die Frage wo sind sie.

Obwohl sie schon sehr groß sind und ihnen das Wetter eigentlich nichts hätte ausmachen können.

Mit meinem Spektiv beobachte ich schon die ganze Zeit das Nest aber leider bleibt es bei den zwei Jungstörchen.

Etwas weißes kann ich auf dem Nest liegen sehen. Ist es ein Jungstorch? Können die Alten das verendete Tier nicht aus dem Nest werfen?

Alles Fragen, die ich noch nicht beantworten kann.

Leider haben wir wieder kein Glück, dass die gesamte Brut das Nest verlassen kann.

Das naßkalte Wetter macht den Jungstördchen sehr zu schaffen. Wie in den Zeitungen zu lesen, sind in unserem Kreis fast alle Jungstörchen dem Wetter zum Opfer gefallen.

Sieht so die Erderwärmung aus welches die Wissenschftler uns erzählen? Vielen Dank!

31. Mai
Nachdem der Regen nachgelassen hatte konnte ich beobachten, dass ein Altvogel sehr viel Nahrung mitgebracht hatte. Die zwei Jungstörche machten sich über das Futter her und verschlangen Würmer, vermutlich Eidechsen, (jedenfalls was großes langes ) Mäuse und Frösche. Es war schön anzusehen, dass die beiden bisher überlebten. Jetzt müssen sie noch zwei Tage warten, dann soll das Wetter schöner werden.

Am Montag 03. Juni, so gegen 17.00 Uhr, werden die zwei Jungstörche beringt.
Ich hoffe, dass das Nest nicht zu sehr nass ist und keine toten Störche darin liegen.
Es ist die schlechteste Storchensaison die ich je erlebt habe. Auf so etwas kann ich gerne verzichten.

03. Juni
Heute wurden um 17.15 Uhr die beiden Jungstörche von Thomas Ziegler, mit den Ringnummern AK362 und AK363, beringt.

In gewohnter Weise unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Dinkelsbühl die Aktion. Vielen Dank dafür.

Die beiden Altstörche befanden sich auf dem Nest, verließen dieses aber mit dem Näherkommen der Drehleiter. Während der Beringungsaktion umkreisten sie mit nur einem geringen Abstand ihren Horst.
Wie von mir erwartet, lagen die zwei seit einer Woche vermissten Jungstörche tot im Nest. Der Verwesungsgeruch war bereits ziemlich stark.

Die beiden toten Jungstörche und das vermutlich von Landwirten liegengelassene Netz entfernten wir.

Nun wollen wir hoffen, dass die beiden Jungstörche eine problemlose Zukunft haben werden.